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Schweiz Weltcup-Gesammtsieger Madison



















Das Swiss Cycling Team konnte im Madison seine Spitzenposition verteidigen und holte in dieser Disziplin den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung. Das Duo Claudio Imhof und Tristan Marguet wurde nach einem sehr harten Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 55 km/h gute fünfte. Nach dem zweiten Platz von Silvan Dillier/Loic Perizzolo in Astana und dem dritten Platz von Cyrille Thièry/Loic Perizzolo in Cali konnten sie den Schweizer Erfolg in dieser Disziplin zementieren.

UCI Track Cycling World Cup, Beijing CHN



















Nach einem guten Vorbereitungscamp auf der Bahn in Aigle, welche gleichzeitig als WK zählte, reiste die Schweizer Delegation zuversichtlich nach Peking an den dritten Weltcup des Winters. Nachdem ich im Vorjahr in Peking die Bronzemedaille im Punktefahren gewinnen konnte, war ich natürlich sehr motiviert, um wieder auf die Olympiabahn von 2008 zurückzukehren. Gleichzeitig hatte ich jedoch grossen Respekt vor den Rennen, da es seit der EM im Oktober mein erster grosser Einsatz war.
Am ersten Wettkampftag stand ich zusammen mit meinen Teamkollegen Kilian Moser, Stefan Küng und Théry Schir am Start der Mannschaftsverfolgung. Wir konnten ein sehr gutes Rennen abliefern und klassierten uns im vorderen Mittelfeld, wo alle Teams innerhalb von winzigen zwei Sekunden klassiert waren, auf dem elften Rang. Mit einer Zeit von 4min11,0sek dürfen wir aber sehr zufrieden sein, beachte man, dass wir mit Küng und Schir zwei sehr junge Fahrer im Kader hatten, welche beide ihr Weltcupdebüt gaben.
Normalerweise wäre ich am dritten Tag in der Einzelverfolgung am Start gestanden, jedoch verzichtete ich auf den Start, um mich voll und ganz auf das Madisonrennen, welches am letzten Wettkampftag stattfand, konzentrieren zu können.
Das Madisonrennen über 40km bestritt ich zusammen mit Tristan Marguet. Mit ihm habe ich auch die ganze Vorbereitung absolviert. Wir waren zum Beispiel vor Weihnachten zwei Wochen zusammen im Tessin und haben hart gearbeitet.
Den Qualifikationslauf überstanden wir ohne grosse Probleme und zogen somit ins Finale ein.
Leider hatte ich im Finale nicht die besten Beine, versuchte mir jedoch nichts anmerken zu lassen. Wir zogen nämlich mit unseren Weltcupleadertrikots genug Aufmerksamkeit auf uns, was die ganze Sache nicht einfacher macht. Wir fuhren von Anfang an ein offensives Rennen und mit Tristan hatte ich einen super Mann an meiner Seite, der in den Wertungssprints immer wieder zuschlagen konnte. Im letzten Drittel des Rennens war ich dann leider in einen spektakulären Sturz verwickelt, welcher vom französischen Team ausgelöst wurde. Der Australier Freiberg und ich hatten keine Chance mehr um auszuweichen und flogen im hohen Bogen über die Bahn. Mit grossen Schmerzen wurde ich jedoch gleich wieder aufs Velo gehievt, denn wir wollten unser Ziel, den Gesammtweltcup im Madison zu gewinnen, erreichen. Auf den letzten Runden kämpfte ich mit allem, was ich noch hatte, und versuchte die Schmerzen irgendwie auszublenden. Auf jeden Fall hatte sich die Leiderei gelohnt, Tristan und ich konnten den Gesammtweltcupsieg für die Schweiz sichern.
Vielen Dank an den Staff für die super Betreuung!