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Start an den Sixdays in Berlin

Nach einer vierwöchigen Regenerationsphase befinde ich mich momentan wieder voll in den Vorbereitungen für die neue Saison. Ich bin topmotiviert und freue mich auf meinen nächsten Einsatz an den Sixdays in Berlin.
(Foto: Rennbahn Zürich-Oerlikon)

Le Tour du monde sur Piste, Aigle
24h Rennen CMC Aigle

Kurzfristig sprang ich für einen verunfallten Fahrer des Team VC Orbe I beim 24h Rennen in Aigle ein. Da ich mich jetzt aber gerade in einer Pause befinde und eigentlich keinen Meter auf dem Rad zurückgelegt habe, konnte ich ihnen nicht garantieren, dass ich da richtig schnell pedalieren kann. Zusammen mit Mickael Randin, Mickael Ianetta und Cyrille Thièry stellten wir das Team VC Orbe I. Unser Ziel war ganz klar zu gewinnen. Start war um 19.00Uhr. Am Anfang liessen wir Ianetta und Thièry fahren, um uns noch etwas zu schonen. Leider verloren die beiden ein paar Runden und wir lagen etwas zurück. Von Mitternacht bis morgens um sieben waren Mickael Randin und ich an der Reihe. Wir starteten schnell und nahmen das Zepter in die Hand. Bis am Morgen hatten wir den Rückstand wettgemacht und führten neu das Zwischenklassement an. Mir lief es, für dass das ich ohne Training anreiste, sehr gut. Anschliessend mussten wir einfach noch über den ganzen Tag unser Vorsprung verteidigen, was nicht eine leichte Aufgabe werden wollte. Dicht gefolgt vom Team RC Olympia Biel mussten wir schon auf die Zähne beissen, um nicht in Rückstand zu kommen. Eineinhalb Stunden vor Schluss war ich dann zusammen mit Tristan Marguet vom direkten Gegner RC Olympia Biel auf der Bahn. Wir attackierten und kontrollierten uns, wie wir nur konnten. Ich war langsam aber sicher am Ende meiner Kräfte und die Kontentration spielte auch nicht mehr wirklich mit, nach 24h ohne eine Minute Schlaf. So gab ich an meinen Teamkollegen Randin ab.  Er konnte dann den Sieg noch ins Ziel retten und wir freuten uns nach der Siegerehrung, endlich schlafen gehen zu können.

3 Jours de Genève, 16. - 18. 11.2007

Zusammen mit meinem Madison-Standardpartner Kilian Moser bestritt ich das Dreitagerennen auf der kurzen 166m-Bahn in Genf. Ich hatte mir viel vorgenommen für dieses Dreitagerennen, welches mein letztes Saisonziel vor der Winterpause ist. Dementsprechend bereitete ich mich seriös auf diese drei Tage vor. Am ersten Rennabend konnten wir im ersten Rennen gleich einschlagen wie eine Bombe. Wir siegten im Punktefahren über 80 Runden (40 Runden pro Fahrer, dann Ablösung) und setzten uns somit an die Spitze des Gesamtklassements. Dann gab es mit Scratch-Race und Ausscheidungsfahren noch zwei weitere Rennen, die wir ganz ordentlich beendeten, so dass wir die Führung im Gesamtklassement verteidigten. Am zweiten Tag konnte ich mir im Ausscheidungsfahren Rang 5 sichern. Im Madison konnten wir zusammen mit den anderen zwei Schweizer Paarungen Schibli/Marguet und Baumgartner/Menzi einen Rundengewinn vollziehen. Eine Runde verloren wir im Punktefahren, wo das Team Baumgartner/Menzi eine Runde herausfuhr. Sie lagen dann nach dem zweiten Tag auf Rang 1. Am dritten Tag hiess es einfach, den Podestplatz zu verteidigen, denn die auf dem vierten Rang liegenden Amerikaner hatten den Angriff angekündigt. Im Derny-Rennen erwischte ich einen Piloten, der nicht die geringste Ahnung von schrittmachen hatte, und konnte mich nicht positiv in Szene setzen. Im Punktefahren kontrollierten Kilian Moser und ich das Amerikanische Paar. Das Ausscheidungsfahren konnte ich vor Tristan Marguet, dem Amerikaner David Wiswell und Tobias Baumgartner gewinnen und freute mich dementsprechend. Im abschliessenden Madisonvorsprung konnten wir dann alles klar machen, wir durften einfach keine Runde auf das amerikanische Paar Wiswell/Simes verlieren. Wir hatten alles unter Kontrolle und konnten uns am Schluss über den 3. Schlussrang im Gesamtklassement freuen.

1. Rang, Baumgartner/Menzi (SUI)
2. Rang, Schibli/Marguet (SUI)
3. Rang, Imhof/Moser (SUI)
4. Rang, Crosby/Hegyvary (USA)
5. Rang, Wiswell/Simes (USA)


Ich möchte mich noch herzlich bei der Familie Turin für die super rennfahrerfreundlich Unterkunft während dem Dreitagerennen bedanken!

Schweizermeisterschaft Madison, CMC Aigle
 07.10.2007

Mit meinem Madison-Standardpartner Kilian Moser bestritt ich die diesjährigen Schweizermeisterschaften der Kategorie Elite im Madison (Americaine). Das Rennen mit 5 Wertungen über insgesamt 250 Runden (50km) fand auf der Rennbahn im CMC Aigle statt. Meine Beine waren leider, wie ich es schon beim Einfahren spührte, nicht mehr so top wie die drei Tage zuvor. Meinem Partner Kilian Moser ging es etwa gleich und wir mussten uns also auf ein sehr hartes Rennen einstellen. An der Motivation fehlte es auf keinen Fall. Von Anfang an wurde ein horrendes Tempo angeschlagen und es gab viele Teams, die das Tempo nicht halten konnten und Runden verloren. In der ersten Wertung reichte es für einen Punkt als vierte und in der zweiten wurden wir hinter dem Weltmeisterduo Risi/Marvulli zweite mit vier Punkten. Nachher hiess es für uns einfach noch, keine Runde verlieren und nochmals zu Punkten. Leider reichte unsere Kraft in diesem Spitzenfeld nicht mehr für all zu lange Sprints. So blieben wir auf dem Punktetotal vier. Gegen die Weltmeister Risi/Marvulli hatte niemand nur die geringste Chance. Sie siegten souverän mit drei Runden Vorsprung. Zweite wurde das Team Bally/Perizzolo, das kurz darauf an der U23-EM in Alkmaar NL die Bronzemedaille holte, vor dem Team Marguet/Stark. Wir zwei Jungs von 17 und 20 platzierten uns auf dem zufriedenstellenden sechsten Rang. Immerhin noch vor einigen Elitefahrern.

3 Jours d'Aigle, 04. - 06. 10.2007 (Weltcup)

Mit meinem Teamkollegen Silvan Dillier startete ich zu diesem, zum Weltcup zählenden, Dreitagerennen im CMC in Aigle. Die Rennen wurden an drei Abenden ausgetragen. Das Hauptrennen war der Madison-Wettbewerb, der in 3 Etappen ausgetragen wurde. Daneben gab es noch eine Einzelwertung pro Fahrer mit je einer Disziplin pro Abend.  Bei  dieser belegte ich in der Schlusswertung Rang 3 von über 20 Fahrern.

1. Tag:
Am ersten Tag stand zuerst ein Punktefahren an. Ich fuhr dieses Rennen passiv mit, weil ich mich für das Madisonrennen über 100 Runden schonen wollte. Trotz meiner zurückhaltenden Fahrweise Rang zwei hinter Punktefahr-Europameister 2007 in Cottbus, Tomas Alberio aus Italien, der auch auf der Strasse an der WM in Mexiko die Silbermedaille ersprintete. Im Madisonrennen fuhren wir von Anfang an ganz vorne mit. Nach etwa 30 Runden startete ich den ersten Angriff für einen Rundengewinn. Ich kam sofort weg. Als ich mit etwa dreiviertel Runden Vorsprung meinen Partner ins Rennen schicken musste, passierte uns ein ganz böses Missgeschick. Mein Partner fuhr einiges zu langsam für eine gute Ablösung und ich nahm trotzdem seine Hand und wollte ihn mittels Schleuderablösung ins Rennen schicken. Dabei schlieferte ihm das Hinterrad weg und er stürzte. Ich musste dann weiterfahren, bis er wieder auf der Bahn war. Unser angepeilter Rundengewinn kam somit nicht zustande, es folgte ein Gegenangriff des Teams Italien, als mein Partner noch nicht auf der Bahn war. Somit hatte ich keine Chance zum Mitfahren. Eine von insgesamt 3 Wertungen gewannen wir. Mit der einen Runde Rückstand mussten wir jedoch am zweiten Tag antreten.

2. Tag:
Am zweiten Tag starteten wir mit einem Ausscheidungsfahren. Ich konnte mich wieder gut in Szene setzen und wurde wiederum zweiter hinter dem italienischen Europameister Elia Viviani. Im Madisonrennen über 120 Runden wurden wir erneut vom Pech verfolgt. Ein französischer Fahrer fuhr in meinen Teamkollegen Silvan Dillier hinein und er fiel aus den Pedalen. Somit musste ich ins Rennen gehen. In diesem Moment prallte ich mit einem anderen Fahrer zusammen und stürzte. Somit waren wir beide angeschlagen. Die Italiener nutzten diese Situation aus, was man fairerweise eigentlich nicht macht und fuhren gleich nochmals eine Runde heraus. Mit dabei war auch das Team des RV Uster. Drei von insgesamt 4 Punktewertungen konnten wir wieder für uns entscheiden. Fazit nach Tag 2: Mit viel Pech 1 Runde auf die beiden Teams Italien und RV Uster verloren.

3. Tag:
Im Scratch-Race fuhr ich im Feld mit und sprintete auch nicht mit. Unser Ziel war es im Madisonrennen eine Runde herauszufahren, um uns noch den zweiten Rang hinter Italien zu sichern. Mit viel Motivation startete ich dann auch den ersten Angriff des Rennens. Mit grosser Explosivität kam ich entscheidend weg und schickte dann meinen Partner Dillier ins Rennen. Nach etwa 6 Runden waren wir wieder im Feld und hatten eine Rundengutschrift auf unserem Konto, neben uns gelang dies nur noch den Italienern. Anschliessend mussten wir das Rennen nur noch kontrollieren und gewannen als Zugabe noch den Schlusssprint. Somit gewannen wir die Etappe und wurden zweite im Gesamtklassement. Unser Ziel, das Gesamtklassement zu gewinnen, verfehlten wir leider auch aufgrund unseres grossen Pechs. Wir sind jedoch sehr zufrieden mit unserer Leistung.

GP de la Roue d'Or Montheysanne, 30.09.2007

Nach einem intensiven Madisontraining auf der Rennbahn in Aigle am Vortag konnte ich das Rennen, welches dieses Jahr auf ener noch anspruchsvolleren Strecke stattfand, in Angriff nehmen. Das Ziel war ganz klar die Verteidigung meines Sieges im Vorjahr. Bei stürmischen und regnerischen Bedingungen wurde das Rennen um 9:00 Uhr in Monthey gestartet. Wir fuhren zuerst via Hauptstrasse in Richtung Martigny auf den viermal zu absolvierenden Rundkurs mit dem schweren Aufstieg nach La Rasse. In diesem 2.1km langen, sehr steilen Anstieg war ich schon bei der ersten Passage ganz vorne vertreten und bestimmte das Tempo mit. Das Feld dezimierte sich schon da auf ca. 10 Fahrer. In der schnellen Abfahrt fand man optimal Zeit, um den Puls wieder zu reduzieren. In der Fläche probierte ich dann immer wieder mitels Windkante meinen Mitkonkurenten davonzufahren, leider liessen sie mich jedoch nie weit weg kommen. Bei der dritten Überquerung von La Rasse griff ich etwa 400 Meter vor dem Bergpreis an. Es konnten jediglich 3 Fahrer mein Tempo folgen, mit darunter auch Bergspezialist und Teamkollege Remo Schuler. Im Gegenwind in der Fläche harmonierten wir sehr gut und konnten unser Vorsprung ausbauen. Das Rennen sollte sich also im letzten Aufstieg entscheiden. Schon am Fusse der Steigung schlug Bergfloh Schuler ein rassantes Tempo an. Es konnte ihm jediglich Loïc Aubert folgen. Ich probierte hinten mit Cyrille Thiéry den Rückstand im Masse zu behalten. In der rassanten Abfahrt konnte ich dank meiner nicht schlechten Technik auf dem Rad meinen Gegner um Rang drei distanzieren. Auf den letzten drei, leicht aufsteigenden, Kilometern konnte ich die beiden Spitzenfahrer sehen. Ich gab nochmals alles, was meine Beine hergaben, und kam stetig näher. Etwa 500 Meter vor dem Ziel musste ich dann einsehen, dass es nicht für den Sieg reichen würde und verfolgte den Zweiersprint, der von Loïc Aubert vor Remo Schuler gewonnen wurde, von hinten und musste mich mit etwa 80 Meter Rückstand mit Rang 3 zufrieden geben. Mit meiner Leistung, vorallem in diesem Bergrennen, bin ich sehr zufrieden. Steile Anstiege sind ja normal nicht so mein Ding...

Bahnrennen CMC Aigle, 27.09.2007

Um wieder einmal eine schnelle Zeit über 3000m zu fahren, nahm ich im Verfolgungscup "Brassard Poursuite Robert Dill-Bundi" teil. In der Qualifikation, in der ich nicht ganz am Limit fuhr, hatte ich einen guten Rhytmus und fuhr eine Zeit von 3Min. 32Sek., wobei ich meinen französischen Gegner zweimal überrundete. Im Final musste ich dann gegen den Elite-Schweizermeister im Scratch, Tristan Marguet antreten. Ich holte ihn nach 6 Runden ein und gewann somit die Führung in diesem CUP zurück.
Im Madisonrennen, welches ich mit Partner Tristan Marguet bestritt, hatten wir jederzeit alles unter Kontrolle. Wir fuhren einem sicheren Sieg entgegen, in dem wir die Punktewertungen gewannen und eine Runde herausfuhren.
Ich denke meine Form stimmt auf der Bahn für eine Glanztat am 3 Jours d'Aigle:-p

GP KYBURG, 23.09.2007

Nach einem intensiven Bahntrainingstag am Vortag startete ich zu Handicaprennen GP Kyburg, welches auf einer sehr schweren, coupierten Strecke stattfand. Meine Beine waren sehr schlff und ich erhoffte mir nicht all zuviel. Es wurde von Anfang an einen sehr unregelmässigen Rhytmus angeschlagen. Ich kam noch gut mit. Als dann aber die Elite von hinten kam, war es für mich etwas zu schnell in den Anstiegen. Ich dachte mir, es bringt nicht viel wenn ich mich jetzt noch quäle, und liess reissen. Zusammen mit Kollege Simon Frank fuhr ich dann noch zwei Runden aus, bevor ich das Rennen aufgab.
Meine Form ist jetzt sehr gut und ich konzentriere mich auf das 3 Jours d'Aigle, welches vom 4. - 7. Oktober auf der Rennbahn in Aigle stattfindet. Ich werde dieses international stark besetzte Rennen mit Teamkollege Silvan Dillier bestreiten, der in den letzten Tagen an der Kroatien-Rundfahrt war und dort die Schlussetappe für sich entschied. Herzliche Gratulation!

DIENSTAGABENDRENNEN, ZÜRICH - OERLIKON, 11.09.2007

Als Training für die bevorstehende Bahnsaison bestritt ich die letzten Dienstagabendrennen der diesjährigen Saison. Es stand ein Punktefahren und ein Ausscheidungsfahren  bei den Junioren und ein Punktefahren bei den Elite auf dem Programm. Ich ersuchte ohne grosse Anstrengungen, da ich noch ein bisschen angeschlagen bin vom harten Rennen am Wochenende, mitzurollen und trotzdem gut zu fahren. So klassierte ich mich bei den Junioren auf Rang 2 und 3. Beim Eliterennen über 72 Runden konnte ich gut mitfahren, machte jedoch keine Punkte.
Um wieder ein bisschen spritzig zu werden für die anstehende Bahnsaison trainiere ich am kommenden Freitag und Samstag mit meinem Trainer Daniel Gisiger auf der Rennbahn in Aigle.

GP LAUSANNE (HANDICAP MIT ELITE), 09.09.2007

Morgens um 8:00Uhr war der Start zum traditionellen GP Lausanne, der dieses Jahr schon zum 45. Mal ausgetragen wird. Auf der sehr bergigen Strecke durften wir Junioren mit 9 Minuten Handicap als erste losradeln. Mit sechs Minuten folgten dann die Amateure und nach neun Minuten die Elite und Profifahrer. Ich wusste schon von Anfang an, dass es sehr hart wird, denn es war eine Distanz von über 120km zu absolvieren. Im Juniorenfeld wurde sehr schnell gestartet und das Feld wurde schon in der ersten Runde immer kleiner. Nach der vierten Runde hatte sich das Feld auf ca. 10Fahrer reduziert. Da aber nicht alle Interesse zeigten, um möglichst lange vor den heranbrausenden Elitefahrer zu bleiben, entschloss ich mich mit meinem Teamkollegen Silvan Dillier einen Angriff zu starten. Im längsten Anstieg der Strecke attackierten wir und rissen das ganze Feld auseinander. Es konnte jediglich Cyrille Thièry, der welsche Bergfloh, den Kontakt zu uns behalten. Wir fuhren ziemlich schnell einen ordendlichen Vorsprung heraus. Wir kämpften und kämpften und sahen unsere Chance, das Rennen vor den Elitefahrern, die uns wörtlich jagten, zu beenden. Kurz nach der letzten Zielpassage in einem schweren Anstieg war es dann leider um uns geschehen. Die Spritze der Elite überrollte uns richtig. Ich konnte noch bis zum Bergpreis an Roger Beuchats Hinterrad kleben, dann war jedoch auch bei mir der Sprit aus. Mein Teamkollege, der sich während dem ganzen Rennen hinten geschont hatte, konnte seine Power jetzt noch ausspielen und wurde sensationeller fünfter. Ich klassierte mich auf dem zufriedenstellenden zwölften Rang und war glücklich über meine Leistung. Ich denke ich komme rechtzeitig auf die anstehende Bahnsaison in Form. 

SM-MANNSCHAFTSVERFOLGUNG, ZH-OERLIKON, 04.09.2007

Nach dreimaliger Absage wegen Regens war es endlich einmal trocken. 5min or dem Start begann es jedoch wieder zu nieseln und der Start wurde um eine Stunde nach hinten verlegt, bis die Zementbahn wieder trocken war. Ich startete mit meinen beiden Teamkollegen Silvan Dillier und Markus Schweizer. Unser vorgesehene vierte Mann Jan Martin Krol hat seine Saison bereits beendet. So waren wir also für die 4 Kilometer nur zu dritt am Start. Trainiert hatte wir für diesen Wettkampf nie, wollten jetzt jedoch das beste aus der Situation machen. Wir starteten gut und kamen richtig in Fahrt. Auch gegen Schluss brach unser Tempo nicht zusammen, wir konnten uns sogar noch steigern. Mit einer Zeit von 4min 49sek können wir für die schlechten äusseren Bedingungen und für dass, das wir nur zu dritt waren, sehr zufrieden sein. In der Endabrechnung klassierten wir uns auf dem guten fünften Rang und verpassten den Finaleinzug nur um 2 Sekunden.

Ich startete anschliessend noch im Scratch der Elite, wo ich mich auf Rang 5 klassierte. Gewonnen wurde das Rennen von Scratch-Schweizermeister Tristan Marguet.
Im Punktefahren für Junioren habe ich ein wenig versagt. Nach dem anstrengenden Wochenende mit dem GP Rüebliland war ich heute noch nicht wirklich fit für die Wertungssprints. Ich war einfach nicht so spritzig wie normal. So musste ich mich vom Zürcher Dominik Stucki um 2 Punkte geschlagen geben.

GP RÜEBLILAND, 31.08.-02.09.2007

Den diesjährigen 31. GP Rüebliland, eine unserer höchstdotierten Heim-Juniorenrundfahrt in der schönen Schweiz, die zum Super-Weltcup (Challenge Coupe du Monde) der UCI zählt, bestritt ich mit meinem Team GS Schumacher. Wir starteten jedoch in den Trikots des Kantons Aargau, da nur Nationalmannschaften oder Regionalmannschaften für dieses Junioren-Etappenrennen zugelassen sind.
Die Besetzung: Claudio Imhof, Silvan Dillier, Remo Schuler, Ivan Boutellier, Jan Martin Krol, Vincent Uebersax, Peter Bernet (Sportlicher Leiter), Ueli Schumacher (Sportlicher Leiter), Patrick Schumacher (Mechaniker), Vreni Dillier (Masseurin), Ilse Jehle (Betreuerin).

Vielen Dank an das Hotel Post in Bözen, wo wir uns mit feinem Essen und gutem Schlaf ausgezeichnet erholen konnten.


1. Etappe ROGGLISWIL - ROGGLISWIL, 99.1km, 02:34:18, 38.535km/h
Auf einer sehr schweren Strecke, auf der es nur hoch und runter ging, startete das hochkarätige Feld zur ersten Etappe. Es wurde von Anfang an ein sehr horrendes Tempo angeschlagen. Nach ca. 30km griff ich zusammen mit meinen beiden Teamkollegen Silvan Dillier und Jan Martin Krol an. Wir kamen nicht entscheidend weg und wurden im kurz anschliessenden langen Berg wieder eingeholt. Ich hatte da eine richtige Krise und musste schauen, dass ich den Kontakt zum Feld nicht verlor. In der Abfahrt nach dem darauf  folgenden zweiten Bergpreis konnte ich dann wieder zur Spitze des Feldes aufschliessen. Ich besprach mich mit Teamkollege Dillier und ich musste leider erfahren, dass vorne eine Spitzengruppe mit grossen Namen weggefahren war. Wir beide beschlossen etwas dagegen zu unternehmen.  Auf einer leicht abfallenden Strecke fuhren wir wie ein TGV aus dem Feld hinaus und hatten auch gleich einen grossen Vorsprung. Unterwegs holten wir noch andere Fahrer ein, die aus der Spitzengruppe zurückfielen und wir fuhren zusammen weiter. Unser Ziel war es, die Spitzengruppe einzuholen. Diese hatte jedoch immer noch einen Vorsprung von über 3 Min. Der Vorsprung wollte und wollte nicht sinken. Auf der letzten Zusatzrunde über Altbüron und St. Urban wieder hinauf nach Roggliswil verlor ich Teamkollege Silvan Dillier, der über Krämpfe klagte. Im Schlussaufstieg musste auch ich den Rest der Verfolgergruppe ziehen lassen. Der Grund waren üble Krämpfe im linken Oberschenkel, die für mich völlig neu waren. So kam ich noch vor dem Feld auf dem 22. Rang ins Ziel. Ich war natürlich sehr enttäuscht und versuchte mich aber auf die weiteren drei noch zu fahrenden Etappen zu konzentrieren.

1.   Benda Marek CZE
2.   Bekaert Steve BEL
3.   Le Bon Johan FRA
4.   Op de Beeck Thomas BEL
5.   Soberon Joshua BEL
9.   Markus Schweizer NWS
13. Jacot-Descombes Gil SUI
18. Rossi Lorenzo SUI
22. Luternaue Patrick SUI
23. Imhof Claudio AG
86. Dillier Silvan AG

DNF Jan Martin Krol AG
DNF Vincent Uebersax

Nach der Aufgabe von den Teamkollegen Krol und Uebersax waren wir nach der ersten Etappe nur noch zu viert.


2. Etappe VILLMERGERN - VILLMERGEN, 58.8km, 01:26:40, 40.708km/h
Mit der zweiten Etappe stand wieder eine sehr schwere Etappe auf dem Programm, war doch gleich nach dem Start ein Anstieg mit 300 Höhenmeter zu bewältigen. Oben gab es gleich die erste Bergpreiswertung des Tages. Danach folgte eine rassante Abfahrt, bevor es dann auf einer welligen Hauptstrasse wieder zurück zum Ziel ging. Dieser schwere Rundkurs war insgesamt dreimal zu befahren. Am Berg hatte ich auch in den darauffolgenden zwei Runden keine Probleme. Beim letzten Aufstieg konnte ich mich sogar mit einer kleineren Gruppe absetzen. Unten auf der Hauptstrasse wurden wir leider wieder eingeholt und es kam zum Sprint in Villmergen. Ich sprintete nicht wirklich mit, da ich zu weit hinten platziert war, kam dann aber immerhin noch auf Rang 13 nach vorne.

1.   Soberon Joshua, BEL
2.   Le Boulch Dimitri, FRA
3.   Gjölberg Adrian, NOR
4.   Aubert Loïc, SUI
5.   Bouhanni Nacer, FRA
13. Imhof Claudio, AG
17. Dillier Silvan, AG
22. Schuler Remo, AG

DNF Boutellier Ivan, AG

Team Aargau nach der Aufabe von Ivan Boutellier wegen Knieproblemen nur noch zu dritt.


3. Etappe EINZELZEITFAHREN VILLMERGEN - VILLMERGEN, 6.4km, 00:08:48, 43.562km/h
Auf einer sehr speziellen Zeitfahrstrecke mit vielen Hausecken und steilen Aufstiegen ging ich nach intensivem Warmfahren topmotiviert an den Start. Ich wollte ein gutes Resultat herausfahren in meiner Paradedisziplin. Ich fand sofort einen hohen Rhytmus, den ich halten konnte und gab alles was meine Beine hergaben. Mit 9 Sek. Rückstand auf den überlegenen Sieger aus Polen landete ich am Schluss auf dem sehr zufriedenstellenden dritten Podestrang mit nur einer Sekunde Vorsprung auf den Vierten. Mit Markus Schweizer (Rang 7) und Silvan Dillier (Rang 9) waren noch zwei weitere Schweizer sehr schnell unterwegs.

1.   Czajkowski Matheusz, POL
2.   Eijssen Yannick, BEL
3.   Imhof Claudio, AG
7.   Schweizer Markus, NWS
9.   Dillier Silvan, AG


4. Etappe SCHNEISINGEN - SCHNEISINGEN, 94.5km, 02:13:36, 42.44km/h
Auf der Schlussetappe, bei der zweimal der anspruchsvolle Anstieg auf den Zurzacherberg anstand, wurde wie in der ersten Etappe von Anfang an ziemlich schnell gefahren. Ich war immer in den vordersten Positionen im Feld, um bei möglichen Attacken mit gefährlichen Namen sofort mitgehen zu können. Es wagte jedoch keiner der Gesamtklassementsersten, sich vom Feld zu lösen. So gingen wir geschlossen in den Zurzacherberg hinein. Es wurde sehr schnell berghoch gefahren. Ich hatte jedoch keine Probleme mit zu kommen. Oben beim Bergpreis bildete sich dann eine etwa 15 Mann starke Spitzengruppe, in der auch ich vertreten war. Nach der schnellen Abfahrt griff ich zusammen mit einem Amerikaner an und wir fuhren der Gruppe davon. Etwa 15 Kilometer später kam eine 5er-Gruppe von hinten, in der auch Teamkollege Silvan Dillier und der Gesamtsklassementszweite und -dritte waren. Wir harmonierten sofort sehr gut und hatten bei zweiten Anstieg auf den Zurzacherberg schon 1Min. 20 Sek. Vorsprung herausgefahren. Am Berg griff der Belgier Eijssen an, der es auf das Gesamtklassement abgesehen hatte. Nach der Abfahrt wurde er von uns wieder eingeholt und das Unterfangen scheiterte . Etwa 6km vor dem Ziel begannen dann die taktischen Spiele und Stillstandsversuche. Ich behielt in jedem Fall kühle Nerven und konnte jeder Attacke nachgehen. Es kam kein Fahrer entscheidend weg. 600 Meter vor dem Ziel, bevor es ins ansteigende Zielgelände ging, nahm ich etwas Risiko und stach im kürzesten Weg in die enge Linkskurve , trat an und fuhr um mein Leben. Ich riss sofort eine Lücke auf und konnte mit etwa 20 Metern Vorsprung auf der Ziellinie meinen Sieg gebührend auskosten. Mein Teamkollege Silvan Dillier konnte sich den dritten Rang ersprinten. Ein sensationeller Tag für unser Team.
Unser Teammanager Ueli Schumacher flippte beinahe aus und drehte ungewohnte Kapriolen !


1.   Imhof Claudio, AG
2.   Van Horn Grant, USA
3.   Dillier Silvan, AG
4.   Le Boulch Dimitri, FRA
5.   Kohn Tom, LUX
6.   Stokstad Ingar, NOR
7.   Eijssen Yannick, BEL
8.   Benda Marek, CZE
9.   Bouhanni Nacer, FRA
48. Schuler Remo, AG


Gesamtklassement:
1. Le Boulch Dimitri, FRA
2. Eijssen Yannick, BEL
3. Benda Marek, CZE
4. Soberon Joshua, BEL
5. Bekaert Steve, BEL
8. Op de Beeck Thomas, BEL
9. Schweizer Markus, NWS
15. Imhof Claudio, AG
36. Schuler Remo, AG
51. Dillier Silvan, AG

KRITERIUM SCHAAN, 26.08.2007

Mit grossen Erwartungen ging ich an den Start des Schaaner Kriteriums, welches dieses Jahr auf einer neuen, attraktiven Strecke stattfand. Ich fühlte mich am Start sehr gut. Als es dann losging drehten die Beine dann doch nicht so besonders und ich verschwitze den Abgang, als sich Ivan Boutellier und Simon Frank davon machten. Ich versuchte anschliessend immer nachzufahren, jedoch erfolglos, da ziemlich viele auf mich aufpassten. Nach einer Wertung zog ich zusammen mit dem deutschen WM-25. (Strasse) Dominik Nerz, der noch sehr gute Form hatte von seinen 3 Wochen Aufenthalt in Mexiko und dem Luzerner Sprinter Fabian Fölmli gleich weiter und wir hatten recht schnell ein grosses Loch. Wir kommunizierten miteinander und einigten uns, dass wir jetzt alle Wertungen abräumen und dann kurz vor dem Ziel wieder ins Feld hineinfahren. Denn solange die beiden Rundenführenden im Feld mitfuhren, blieben wir drei die Spitze und konnten voll punkten. In den Sprints hatte ich einfach noch keine Explosivität und kam nur langsam auf Touren. So konnte ich leider keinen Sprint für mich entscheiden und musste mich mit 4 oder 3 Punkten begnügen. Ich glaubte jedoch immer noch an den dritten Rang. Als wir 9 Runden vor Schluss noch einen Rückstand von 17 Sekunden auf das Feld aufwiesen fingen wir an richtig Gas zu geben. Vorne im Feld machten sie aber genau das gleiche und der Abstand blieb immer noch gleich. Mittlerweile fiel Fabian Fölmli zurück und der Nerz und ich waren auf uns alleine gestellt. Wir kämpften unglaublich,  kamen aber trotzdem nicht mehr ins Feld hinein.
Die Taktik ging nicht auf, trotzdem warich mit meiner Leistung zufrieden.

GP BERN-WEST, OBERBOTTIGEN, 18.08.2007

Mit 4min Vorsprung auf das Elitefeld nahmen wir die 120 zu absolvierenden Kilometer in Angriff. Mein Ziel war so schnell wie möglich eine Gruppe zu bilden, die läuft, sodass wir möglichst lange nicht von der Elite eingeholt werden. Ende der ersten Runde verschärfte ich das Tempo am steilen Aufstieg vor dem Ziel. Wir waren dann zu dritt weg. Drei Fahrer sind jedoch zu wenig für eine Flucht, die funktionieren sollte. So liessen wir und wieder einholen und ich gab am nächsten Aufstieg nochmals Gas. Es funktionierte. Wir waren zu sechst und konnte den Vorsprung auf das Feld sehr schnelk vergrösseren, da wir so gut harmonierten. Während wir vorne schön unseren belgischen Kreisel drehten, wurde hinten das Juniorenfeld schon ein- und überholt von der Elite. In der zweitletzten Runde war es dann auch um uns Spitzenfahrer geschehen und wir wurden von der ca. 15 Mann starken Elitespitzengruppe eingeholt. Ich hing mich natürlich gleich an und konnte ohne Probleme dranbleiben. Ich hatte sehr gute Beine. Wir waren bis zum Schlussanstieg einen Kilometer vor Schluss noch vier Junioren. Die Elitefahrer drückten da natürlich mächtig auf die Tube und sprinteten richtiggehend den Berg hinauf. Ich gab alles und versuchte noch dranzubleiben. Ich musste jedoch realistisch bleiben und einsehen, dass ich da nicht dranbleiben kann. So kam ich mit dem Junioren-Schweizermeister Christian Schneeberger und Patrick Luternauer, die beide exzellente Bergfahrer sind, oben am Berg an. Leider hatte ich dann eine Lücke von 10 Meter, die ich nicht mehr schliessen konnte. Somit wurde ich 13. Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden und es geht weiter bergauf mit der Form. Die seriöse Lebensweise, die ich seit drei Wochen anpeile scheint sich auszuzahlen. Ich komme jetzt auch besser über die Berge.
Mein nächster Renneinsatz wird am nächsten Sonntag beim Kriterium in Schaan sein. Mein erstes Kriterium, das ich dieses Jahr bestreite, nachdem ich letztes Jahr jedes gewonnen hatte, bei dem ich am Start war. Habe also schon einiges vor in Schaan...

DIENSTAGABENDRENNEN ZÜRICH-OERLIKON, 14.08.2007

Mein Bahncomeback nach der Pause startete ich mit einem Punktefahren. Meine Beine warem vom nachmittäglichen Turnen in der Berufsschule, wo wir einiges rennen mussten, noch ein bisschen müde. Es ging jedoch immer ein bisschen. Um solche Punktefahren wieder zu dominieren fehlt mir noch ein wenig Training, aber ich bin sicher das ich bald wieder in guter alter Form sein werde. So wurde ich im Punktefahren fünfter. Das Rennen gewann mein Madisonpartner von der Junioreneuropameisterschaft Yohan Kurzen vom VC Lancy.
Im anschliessenden Ausscheidungsfahren nahm ich mir viel vor und wollte mich wieder zurückmelden. Ich fuhr taktisch noch nicht ganz perfekt, war jedoch immer noch im Rennen als es um den Sieg ging. Im Schlusssprint besiegte ich Ex-Clubkollege Lucca Albasini vom VC Bürglen-Märwil und gewann somit mein erstes Rennen nach meiner Pause.
Als Training startete ich zum Schluss des Meetings noch beim Elite Punktefahren "Blaues Band von Zürich", welches über 40km (120 Runden) führte. Stricke konnte ich in diesem Rennen keine zerreissen.

GP OBERBASELBIET, ZUNZGEN, 12.08.2007

Im Baselbieter Morgennebel nahmen wir die elf zu absolvierenden Runden, auf dem sehr coupierten Parcours, in Angriff. Nach meiner Pause und dem neuen Aufbau drehten meine Beine erstaunlich gut. Ich hielt mich von Anfang an vorne im Feld auf. Anfangs dritte Runde nützte ich eine günstige Situation, um mich vom Feld zu lösen, was mir sofort gelang. Es konnte noch ein Deutscher Fahrer zu mir aufschliessen und wir holten gleich den damaligen Spitzenfahrer Cyrille Thiéry ein. Kurz vor dem Bergpreis konnte noch der Österreicher Dominik Brändle zu uns aufschliessen. Wir vier harmonierten sehr gut und fuhren schnell einen konstanten Vorsprung heraus, der sich immer bei 1.5 - 2 Minuten befand. Etwa drei Runden später konnte mein Teamkollege Roman Stricker mit einem französischen Fahrer ebenfalls aufschliessen. Kurze Zeit später kam dann noch einer von hinten, nämlich Bergfahrer Patrick Luternauer. Wir harmonierten immer noch sehr gut. Langsam merkte ich jedoch die Distanz, da ich dasTraining erst vor eineinhalb Wochen wieder aufgenommen habe. 1.5 Runden vor Schluss folgt die erste Attacke aus der Spitzengruppe von Dominik Brändle. Und der kam weg! Wir anderen probierten nachzufahren, hatten aber keine Chance. Am Bergpreis musste ich sogar die anderen ziehen lassen, denn meine Beine brennten so fest wie noch nie zuvor. Meinen Rang konnte ich jedoch noch ins Ziel retten.
Mit meiner Leistung nach der Pause bin ich sehr zufrieden und schaue weiter vorwärts auf die anstehende Bahnsaison.

TRAININGSWOCHE MIT KILIAN MOSER

Um meine Form für die Bahnsaison wieder aufzubauen, verbrachte ich die letzte Woche bei  Kilian Moser in Matten im Berner Oberland. Wir betätigten uns polysportiv. Am Montag machten wir eine wunderschöne Bergtour von der First in die Schynige Platte. Das war richtiges Balsam für das Gemüt. Den Rest der Woche konnten wir leider wegen den unwetterartigen Regengüssen nicht trainieren, was wir uns vorgenommen hatten. Wir gaben uns aber Mühe, um richtg gut zu trainieren. Unter ständigen Kontakt mit meinem Trainer Daniel Gisiger absolvierten wir spontan Training für Training. Ende Woche kamen wir somit immerhin noch auf ein paar Trainingsstunden.
Ich bedanke mich bei der Familie Moser ganz herzlich für die super Unterkunft!

INTRESSANTES BUCH ÜBER BIKE-AUSHÄNGESCHILD

"Ich will, dass ihr Freude am Leben habt!"
Adrian Gehrig. 1985-2005.

Adrian Gehrig war Mitglied der Schweizer Bike-Junioren-Nationalmannschaft und ist 2005 im Alter von knapp 20 Jahren an Krebs gestorben. Jetzt hat seine Familie ein Buch herausgegeben, welches als Kaleidoskop an das Leben von Adrian erinnert.  

 

In über 40 Briefen, Gedichten, und Erlebnisberichten erzählen Freunde, Bekannte und Familienmitglieder über Erlebtes und Persönliches. Die Erinnerungen vermitteln einen intimen Einblick in das Leben eines jungen Menschen, der trotz seines Schicksals immer eine starke Persönlichkeit war. Mit dem Buch möchte die Familie an Adrian erinnern und Abschied nehmen. Die Texte und Stimmen stehen im Mittelpunkt. Das Buch ist mit Fotografien illustriert, die Adrian in verschiedenen Lebenssituationen zeigen - im Kreise seiner Familie, beim Lachen mit Freunden oder im sportlichen Wettkampf.

Das Buch soll aber mehr als ein Erinnerungsstück sein. Es greift das Thema Krebs auf. Es war ein Anliegen von Adrian selber, dass Krebs thematisiert wird. Die Familie möchte mit dem Buch auch einen Präventionsbeitrag gegen die heimtückische Krankheit leisten. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches geht an die Krebsliga Schweiz, die Krebsliga Thurgau und im Weiteren an den Mountainbike-Sport (Juniorenförderung).

"Ich will, dass ihr Freude am Leben habt", diese Aufforderung richtete Adrian kurz vor seinem Tod an seine Familie. Die Familie hat diese Herausforderung angenommen und hat ein sehr eindrückliches und lesenswertes Buch über das Leben und Sterben von Adrian verfasst.

"Heimreise - ein Kaleidoskop einer starken Persönlichkeit - Adrian Gehrig" kostet Fr. 30.-- und ist unter www.geisser-druck.ch einzusehen. 90 Seiten. Bestellungen unter info@geisser-druck.ch oder im Buchhandel. Verlag: Wildegg, St. Gallen. Herausgeber: Familie Gehrig, Frasnacht. ISBN 978-3-033-01276
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EUROPAMEISTERSCHAFT STRASSE, SOFIA (BULGARIEN)

Mit einem Flieger der Austrian Airlines flog ich mit der Strassendelegation einen Tag nach der Bahneuropameisterschaft via Wien nach Bulgarien. Kurz nach der Ankunft in der Hauptstadt Sofia traf mich fast der Schlag. Ich kam aus dem Flughafen heraus und sah das ungepflegte Land. Dazu herrschten noch Temperaturen von 40 Grad Celsius und über der Stadt hängte eine dicke Smog-Wolke. Ich musste also so schnell wie möglich probieren, mich an diese scheusslichen Verhältnisse zu gewöhnen. Am Hotel war eigentlich nichts auszusetzen. Ich denke es war wines der schönsten Häuser des ganzen Landes. Nur die Nahrund liess etwas zu wünschen übrig, aber mit dem muss man als internationaler Spitzensportler leben können. Zwei Tage nach der Ankunft stand mein erster Einsatz an. Zusammen mit Silvan Dillier und Jan Martin Krol bestritt ich das Einzelzeitfahren, welches auf einer städtischen Autobahn stattfand. Nach dem Start fand ich schnell meinen Rhytmus, mir machte jedoch die extreme Hitze von über 40 Grad Celsius und der dauernd drehende relativ starke Wind zu schaffen. Ich spürte den Herzschlag im Kopf und hatte einen richtigen Hitzestau unter dem Zeitfahrhelm und in den Schuhen. Man musste richtiggehend durch die Hölle von Bulgarien. Im Ziel musste ich mich erst mal eine Viertelstunde hinlegen und trank Flasche um Flasche. Meine Lunge stach von der schmutzigen Luft. Ein Päckchen Zigaretten wären wahrscheinlich noch gesünder=) . Spannend wartete ich auf meine Zeit. Es war dann jedoch eher eine Ernüchterung, denn ich verlor auf den Sieg knapp über 2 Minuten und platzierte mich so im Mittelfeld. Meinen beiden Schweizer Kollegen lief es auch nicht wunschgemäss und sie platzierten sich ebenfalls im Mittelfeld.
Das Strassenrennen, das zwei Tage später auf einem Stadtkurs mit vielen Schlaglöchern über 140 Kilometer ausgetragen wurde, stand ebenfalls im Zeichen der Hitze und des Smogs. Ich fuhr bis nach Rennhälfte im Feld mit. Nachher ging ich immer wieder mit Fluchtgruppen mit, bei denen ich dachte, man könnte durchkommen. Dies war leider nicht der Fall und es stellte mich nach dem dritten Fluchtgruppenausritt brutal hin, als es in den etwa einen Kilometer langen Aufstieg hinein ging. Ich verlor den Kontakt und konnte ihn nicht mehr schliessen. Somit drehte ich um und fuhr an die Schweizer Box, weil ich einsah, dass es keinen Sinn mehr machte. Von den anderen Schweizern fuhren fünf von acht das Rennen fertig und klassierten sich im Hauptfeld.
Die Europameisterschaften auf Bahn und Strasse waren für mich somit nicht so resultatbringend, aber ich konnte mit meiner Form wirklich nicht mehr erwarten, gab jedoch mein bestes und versuchte immerhin etwas.
Jetzt hänge ich das Velo erst mal für zwei Wochen an den Nagel und erhole mich von den Strapazen, um mich nach der Pause optimal auf die Bahnsaison, in der ich viel vorhabe, vorzubereiten.

EUROPAMEISTERSCHAFT BAHN, COTTBUS (GERMANY

Mit Bussen reiste die ganze Bahnnationalmannschaft nach Cottbus in den idyllischen Stadtteil Kahren, wo wir eine gemütlich Pension beziehen durften. Nach dem ersten Training auf der 333m langen Betonpiste in Cottbus hatte ich mich eigentlich schon ziemlich gut mit dem Oval angefreundet. Ich hatte noch zwei Tage lang Zeit, um mich auf den ersten Bewerb vorzubereiten. Für die anstehende Mannschaftsverfolgung über 4km war ich sehr motiviert. In der Besetzung Imhof, Dillier, Sutter, Krol nahmen wir das Rennen in Angriff. Wir starteten schnell und fanden schnell einen guten Rhytmus. Wir kamen zu viert mit einer Zeit von 4min 38sek ins Ziel. Ich denke, wir dürfen zufrieden sein, denn wir waren seit langer Zeit wieder der erste Schweizer Vierer am Start und befinden uns noch im Aufbau. Einen Tag später fand für mich die Einzelverfolgung über 3km statt. Mein Saisonziel war eigentlich eine Europameisterschaftsmedaille in der Einzelverfolgung, jedoch musste ich realistisch sein und einsehen, das mit meiner aktuellen Form keine wirkliche Glanztat herausschauen konnte. Dennoch wollte ich mein bestes auf die Pedalen bringen und ich hatte viel Moral. Im Rennen fand ich jedoch meinen Rhytmus nicht auf anhieb und es drehte einfach nicht so gut, wie wenn ich in Topform bin. Somit musste ich mich mit einer Zeit 3min 38 und dem 14. Rang zufrieden geben. Drei Tage später folgte dann mein letzter EM-Einsatz im Madison über 33km. Lange war nicht klar, ob ich das Rennen bestreiten könne, denn ich hatte mir vor der EM blöderweise mein Handgelenk verstaucht und es tat höllisch weh bei der sogenannten Schleuderablösung. Das Rennen nahm ich mit Nationalmannschaftskollege Yohan Kurzen aus Genf in Angriff. Es gab von Anfang an viele Stürze und wir verhielten uns passiv. Yohan hatte nicht wirklich seinen Tag und musste immer wieder reissen lassen. Somit musste ich immer wieder die Löcher zufahren, was mit der Zeit ziemlich an die Substanz geht. Somit verloren wir schon bald die esrte Runde, gefolgt von der zweiten. Unser Trainer Daniel Gisiger sah ein, dass es keinen Sinn macht weiterzufahren und winkte uns herunter, um das Rennen vorzeitig aufzugeben. Ich war natürlich sehr enttäuscht, probierte mich aber auf die noch anstehende Europameisterschaft auf der Strasse in Bulgarien zu konzentrieren.
Vielen Dank an alle Trainer und Betreuer, vor allem an Physiotherapeut Dan, der es fertigbrachte, meine Handgelenkverletzung einigermassen zu dämpfen.

BAHN-SM AIGLE, ZEITFAHREN-SM STETTLEN, STRASSEN-SM BRUGG

Nachdem ich den Virus, den ich vor der Waadtlandrundfahrt aufgefangen habe, einigermassen auskuriert hatte, reiste ich einen Tag vor der Bahn SM zu meinem Trainer Daniel Gisiger, um mich dort optimal auf den Wettkampf vorzubereiten. Komplett ausgeruht ging ich an den Start des Omnius (Sprint, Punktefahren, Verfolgung, 1000m-Zeitfahren). Nach der Qualifikation für den Sprint, die im einem fliegendem 200m Zeitfahren ausgefahren wurde, belegte ich Rang zwei und musste somit im Sprint-Viertelfinale gegen den siebten des 200m Zeitfahrens Michael Sutter antreten. Taktisch fuhr ich diesen Sprint miserabel, konnte aber nicht mehr kontern, da nichts aus meinen Beinen kam. Somit verlor ich den Sprint und flog aus der Entscheidung. Am nächsten Tag wurde das Omnium mit einem Punktefahren über 80 Runden fortgefahren. Die Favoriten kontrollierten einander und wir liessen alle Fahren, die auf das Gesamtklassement keine Chance hatten. Die anschliessende Einzelverfolgung über 3000m gewann ich souverän vor Jan Martin Krol. So konnten vor der letzten Disziplin, einem 1000m-Zeitfahren, noch 5 Fahrer Schweizermeister werden. Ich musste also gewinnen. Ich gab alles, doch es kam jedoch zuwenig und ich landete auf dem für mich etwas enttäuschenden dritten Rang. Schweizermeister wurde Silvan Dillier vor Jan Martin Krol.

Am Mittwoch darauf startete ich in Stettlen bei Bern zur Schweizermeisterschaft im Einzelzeitfahren. Die Strecke hatte eher ein Profil von einem Bergrennen, als von einem Zeitfahren und meine Beine waren auch ziemlich tod. So landete ich als Favorit auf dem enttäuschenden siebten Rang.

Ebenso ging es vier Tage später an den Strassenschweizermeisterschaften in Brugg weiter. Nach vier von sieben Runden wurde ich am langen Aufstieg definitiv abgehängt und gab das Rennen auf.

Das waren ein paar Tage zum vergessen.
Jetzt konzentriere ich mich voll auf die Europameisterschaften in Cottbus und Sofia.
Meine Form ist jetzt auch wieder da und ich freue mich auf die kommenden Wettkämpfe.

SRV-MEISTERSCHAFTEN BAHN, Zürich-Oerlikon, 19.06.2007

Das SRV-Meisterschaftsomnium, welches aus drei Rennen (200m Zeitfahren, Punktefahren, Ausscheidungsfahren) besteht, wollte ich dieses Jahr nach zwei Jahren Bronze endlich gewinnen.
Entschlossen ging ich auch an den Start des 200m Zeitfahrens. Mit 11,6sek stellte ich keine schlechte Zeit auf die Beine und gewann somit die erste Disziplin. Im anschliessenden Punktefahren startete ich gut und gewann die ersten beiden Wertungen. Nach Mitte des Rennens hatte ich eine Kriese, als sich 3 Fahrer lösen konnte. Ich kämpfte jedoch und fuhr nach. Trotz meinem kleinen Einbruch wurde ich noch zweiter des Rennens. Im abschliessenden Ausscheidungsfahren konnte ich dann alles klar machen. Ich fuhr konzentriert und war am Schluss noch im Rennen und überliess den Sieg infolge eines Defekts meinem Kollegen Lucca Albasini.
Somit war ich mit 5 Rankpunkten klar neuer SRV-Meister des Jahres 2007. Die Plätze zwei und drei gingen an Silvan Dillier und Lucca Albasini. Bestklassierte der Kategorie FA war Andrea Wolfer vom Bigla Cycling Team.

Tour du Pays de Vaud

Aufgrund einer Erkrankung verliess ich den TPV schon nach der ersten Etappe. Es machte wirklich keinen Sinn,  im Sommergrippezustand mit brechen und biegen weiterzufahren.
So reiste ich frühzeitig nach Hause und kurierte micht dort innert fünf Tage ohne Velo und mit viel Tee wieder tip top aus.
Ich hoffe, das ich nächstes Jahr gesund bin an der Waadtlandrundfahrt und ein gutes Resultat erzielen kann.

Dienstagabendrennen, Zürich-Oerlikon, 05.06.2007

Kurz vor dem anstehenden Etappenrennen Tour du pays de Vaud  bestritt ich auf der Offenen Rennbahn in Zürich-Oerlikon die Dienstagabendrennen. In der Australienne, welche ich in der Kategorie Elite bestritt, konnte ich mir den zweiten Rang hinter Sechstageprofi Alexander Aeschbach herausfahren. Ich liess somit sämtliche Spitzenfahrer wie Giuseppe Atzeni, Bruno Menzi oder Patrick Merk hinter mir.
In den beiden Juniorenrennen, ein Punktefahren und ein Ausscheidungsfahren, konnte ich mir souverän den Sieg einfahren. Somit konnte ich zwei schöne Blumenbouques von Blumen Remund in Wallisellen nach hause tragen.

Am Donnerstag startet in Neuchâtel der Prolog zur Tour du pays de Vaud. Ich bin sehr motiviert auf dieses Etappenrennen und probiere vorallem im Einzelzeitfahren, das am Samstagnachmittag stattfindet, über mich herauszuwachsen.

Réunion d'Aigle, CMC Aigle, 31.05.2007

Am Donnerstagmittag reiste ich mit Andrea Wolfer und Tristan Marguet nach Aigle. Am Abend nahmen wir an den Rennen teil. Für mich standen ein Scratch-Race, eine Verfolgung, ein Ausscheidungsfahren und ein Punktefahren auf dem Programm. Das Scratch-Race gewann ich überlegen. Anschliessend konzentrierte ich mich auf die Verfolgung, die auch als kleiner Formtest für die Europameisterschaften galt. Ich teilte die 15 Runden über insgesamt 3km genau ein, sodass ich nicht voll am Limit fuhr und ich mich jede Runde um ein paar Hundertstelsekunden steigern konnte. Mit 3min 30 sek kann ich vorerst einmal zufrieden sein, denn Aigle ist nicht die schnellste Bahn und das Rennen fand nach einem harten Arbeitstag statt. Im Punktefahren und im Ausscheidungsfahren spielte ich ein bisschen Gentleboy und fuhr für meine Kollegin Andrea Wolfer. Sie konnte sich in beiden Rennen den ersten Platz vor mir sichern. Im Gesamtklassement siegte ich vor Andrea. Diese Abendrennen machen mir immer sehr viel Spass und es ist auch gutes Training. Merci an den ACCV für die Organisation dieser Rennabenden.

An den kommenden drei Tagen trainierte ich mit meinen Nationalmannschaftskollegen und Kolleginnen ebenfalls auf der Rennbahn in Aigle. Das zum Teil sehr harte Training mit etlichen Tests schlauchte einem schon ein bisschen und ich war froh, mich am Abend jeweils nach dem guten Abendessen bei Titi's Grosseltern aufs Ohr zu legen.
Jetzt konzentriere ich mich voll auf die Bahnschweizermeisterschaften, das SM-Zeitfahren und die Bahn Europameisterschaften in Cottbus GER. Mein Ziel ist es, eine Medaille in der Individual Pursuit zu erkämpfen.

Pfingstrennen Ehrendingen, 28.05.2007

Bei strömendem Regen und kalten Temperaturen starteten wir Junioren um 9.00 Uhr zum traditionellen Pfingstklassiker im aargauischen Ehrendingen. Es waren zwölf coupierte Runden à 7km zu absolvieren, was einem Gesamttotal von 84km entsprach.
Es wurde sehr schnell ins Rennen gestartet und bereits anfangs der zweiten Runde hatte sich eine 6er-Spitzengruppe mit den Fahrern Krol, Andres, Uebersax, Boutellier, Fölmli und mir gebildet. Wir harmonierten von Anfang an sehr gut und schlugen ein horrendes Tempo mit einem Schnitt von nicht weniger als 41km/h vor. Der Abstand zum Feld vergrösserte sich stetig und betrug schon schnell über zwei Minuten. Etwa 30km vor dem Ziel wurde es schon hektisch in unserer Gruppe. Es wurde laufend attackiert. Ich empfand das jedoch noch zu früh für rennentscheidende Attacken und fuhr erst einmal mit ohne die Entscheidung zu suchen. Von diesen Attacken war jedoch keine erfolgreich. In der Steigung Ende der drittletzten Runde griff Teamkollege Christian Andres mit einem kräftigen Antritt an und kam entscheidend von der Gruppe weg. Beim Anstieg zur zweitletzten Runde spürte ich, das meine Mitkonkurrenten ziemlich am Anschlag waren. Ich kickte, kickte und kickte, bis keiner mehr an meinem Hinterrad war. Als ich dann ein Loch von etwa 300m hatte suchte ich sofort meinen Zeitfahrrythmus und schloss rasch zu Teamkollge Andres auf. Ihn zog ich gleich an meinem Hinterrad mit. Der Abstand nach hinten wurde immer grösser. Etwa 3km vor dem Ziel bei der letzten Steigung hinauf ins Ziel konnte mein Teamkollege nicht mehr mithalten und ich fuhr einem alleinigen Solosieg entgegen und freute mich.
Es ist mir wieder einmal so richtig gelaufen und ich merke, wie die Form langsam kommt. Mein Ziel heisst ja Einzelverfolgung-EM auf der Bahn und Einzelzeitfahren auf der Strasse, ebenfalls an der EM.

Die Resultate:
01.   Imhof Claudio                         GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                 2:03:09
02.   Andres Christian                   GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                      27sek
03.   Krol Jan Martin                     GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                      55sek
04.   Boutellier Yvan                       VMC Gansingen                                          1min14sek
05.   Fölmli Fabian                           VC Pfaffnau Pneuhaus Frank                   1min21sek
06.   Uebersax Vincent                   GS Schumacher-Aeroflex-Harvia             1min52sek

09.   Dillier Silvan                           GS Schumacher-Aeroflex-Harvia             6min28sek
13.   Schuler Remo                          GS Schumacher-Aeroflex-Harvia             6min30sek
15.   Pahud Benjamin                      GS Schumacher-Aeroflex-Harvia             8min36sek

DNF Schweizer Markus, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
DNF Winter Nicolas, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
DNF Stricker Roman, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia


Dienstagabendrennen Zürich-Oerlikon, 22.05.2007

Hier die Resultate vom Dienstagabendrennen auf der Offenen Rennbahn in Zürich-Oerlikon, das bei wunderschönem Wetter stattgefunden hat. Ich konnte alle drei Rennen in der Kategorie Junioren gewinnen.

Scratch Race:
01.   Imhof Claudio       GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
02.   Stucki Dominik     RV Zürich
03.   Krol Jan Martin    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

Australienne:
01.   Imhof Claudio       GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
02.   Krol Jan Martin    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
03.   Stucki Dominik     RV Zürich

Punktefahren:
01.   Imhof Claudio       GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
02.   Krol Jan Martin    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
03.   Wolfer Andrea     Bigla Cycling Team

Schattdorf

Bei strahlendem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen starteten wir um 12:30 Uhr zu unserem Rennen über insgesamt 9 Runden. Schon von Anfang an wurde sehr schnell gefahren. Schon in der ersten Runde konnte sich Teamkollege Silvan Dillier mit Marcel Aregger absetzen. Man dachte sich aber im Feld, dass dies viel zu früh ist um durchzukommen und liess die beiden erst mal fahren. Zwei Runden später, als ich doch daran glaubte, dass die Spitze eventuell durchkommen würde, attackierte ich am Berg und wollte alleine zu Dillier und Aregger nach vorne fahren. Leider konnten mir noch zwei Fahrer folgen, die aber nicht einen starken Eindruck machten. So zog ich sie mit. Ich konnte den Abstand zu den beiden Spitzenfahrern bis auf 25 Sekunden verringern, näher kam und  wollte ich mannschaftstaktisch jedoch nicht nachfahren und zwei Runden vor Schluss schloss eine Gruppe mit etwa 10 Fahrern zu mir auf. Von diesem Zeitpunkt an machte ich nichts mehr und konzentrierte mich auf einen allfälligen Sprint. Vorne siegte Dillier vor Aregger. Hinten in der Verfolgergruppe gewann ich den Sprint mit 18 Sek.unden Rückstand vor Lucca Albasini und wurde somit Dritter.
Mit diesem Rennen bin ich zufrieden und ich fühle mich wieder gut erholt von den letztwöchigen Auslandstrapazen.

Die Resultate:
01.   Dillier Silvan             GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
02.   Aregger Marcel       VC Aegeri Frirasport
03.   Imhof Claudio          GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
04.   Albasini Lucca        VC Bürglen-Märwil
05.   Luternauer Patrick   VC Pfaffnau Pneuhaus Frank

08.   Schuler Remo           GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
22.   Krol Jan Martin        GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
23.   Uebersax Vincent     GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
24.   Andres Christian     GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
25.   Schweizer Markus   GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
38.   Winter Nicolas         GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

Piste Coupe de France, Madison-Race Paris, 16. Mai 2007

Nach den Strapazen der Friedensfahrt reiste ich gleich mit Trainer Daniel Gisiger, Tristan Marguet, Alexandr Pliushkin und zwei weiteren Fahrern von Pliushkins AG2r Mannschaft weiter nach Paris ans Madisonweltcuprennen. Ich startete mit dem Französischen Fahrer Jean-Chrysostome Iffrig vom AC Lauterbourg in der Nähe von Colmar bei der Kategorie Junioren. Auf der elend langen 473, 5m -Betonpiste starteten 20 Zweierteams zum Rennen über 80 Runden. Ich merkte schon bei der zweiten Schleuderablösung, das es nicht wirklich gut um meine Beine stand. Nebenbei spürte ich das lädierte Knie von der Friedensfahrt wieder. Meinem Madisonpartner lief es auch nicht besonders. Er war auch nicht so fit wie auch schon, da er wie ich in letzter Zeit sehr viele Rennen bestritten hatte. So hatten wir beide natürlich keine grosse Chancen. Zwischendurch starteten wir wieder Verzweiflungsangriffe, die aber nichts fruchteten. Mit einem läppischen Pünktchen wurden wir am Schluss des Rennens auf Rang 10 klassiert, aber gerade noch in der ersten Hälfte der Rangliste ohne Rundenverlust.
Dieses Rennen war rein für die Erfahrungssammlung nicht schlecht, da ich aber einen "Bad -Day" hatte schaute leider nicht sehr viel heraus. Abhaken und vorwärtsschauen.
Jetzt ist zuerst einmal eine Runde Erholung angesagt, bevor dann am kommenden Sonntag das Rennen im urnerischen Schattdorf stattfindet.

Friedensfahrt Tschechien, 08.- 13. Mai 2007

 

Vom Dienstag 08. bis Sonntag 13. Mai 2007 bestritt die GS Schumacher-Aeroflex-Harvia die zum Weltcup zählende Friedensfahrt in Tschechien. In der Besetzung Silvan Dillier, Claudio Imhof, Jan Martin Krol, Markus Schweizer, Nicolas Winter und Vincent Uebersax konnten wir Fahrer auf dem internationalen Parket einiges dazulernen. Das Betreuerteam bestand aus dem sportlichen Leiter Peter Bernet, dem Mechaniker Walti Schaffner, der Masseurin Nicole Wittemann und der Betreuerin Vroni Fuhrer.

Der Sieg von Dillier in der vierten Etappe, der vierte Rang von mir im Einzelzeitfahren, sowie der neunte Schlussrang von Silvan Dillier waren die Höhepunkte dieser harten aber schönen Rundfahrt im ehemaligen Ostblock. Der andere Teil der Mannschaft bestritt in Lyss die Berner-Rundfahrt, wo Christian Andres mit einem zweiten Rang seinen ersten Podestplatz bei den Junioren erzielte.

Am Dienstag reiste die GS Schumacher-Aeroflex-Harvia an die 36. Friedensfahrt für Junioren nach Tschechien. Nachdem die traditionelle grosse Friedensfahrt für die Elite abgesagt wurde, gelang es dem Tschechischen Nationaltrainer Henke, er ist gleichzeitig auch OK-Präsident, die kleine Friedensfahrt für Junioren zu sichern. Auch in diesem Jahr zählt die Friedensfahrt zum Weltcup der Junioren und ist neben den Welttitelkämpfen das höchste Rennen im internationalen Kalender. Die Juniorenfriedensfahrt, die in der Region von Terezin stattfand, führte über sechs Etappen und eine Gesamtdistanz von 510 Kilometer und war zu "Ostzeiten" die härteste Juniorenprüfung innerhalb der "sozialistischen Länder". Die traditionelle Rundfahrt beinhaltet alles, was heute im internationalen Radsport von Bedeutung ist. Ein Einzelzeitfahren sowie lange und harte Etappen waren ein weiterer Bestandteil dieser schönen Rundfahrt.

 Zur ersten von sechs Etappen starteten 135 Fahrer aus zwölf Nationen darunter die Nationalmannschaften von Deutschland, Belgien Strasse und Bahn, Estland, Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Dänemark, Oesterreich und der USA. Die dreiundzwanzig Mannschaften fanden auf der ersten Etappe einen Stadtrundkurs vor den Toren des Skoda-Werkes in Mlada Boleslav vor. Genau zur Startzeit öffnete Petrus die Schleusen und verwandelte die Strassen zu einer rutschigen und schmierigen Angelegenheit. Diverse Fahrer, darunter auch vier des Teams Schumacher, stürzten auf den nassen Strassen.  10km vor dem Ziel auf  einer Abfahrt stürzte ich schwer und erlitt eine Hüftprellung und ein überdehntes Kreuzband rechts, neben diversen Schürfungenegen wegen eines Slovaken, der sein Velo nicht unter Kontrolle hatte. Ich musste auf das Ersatzvelo umsteigen und verlor 4 Minuten . Somit war das Gesamtklassement für mich als schneller Sprinter schon in der ersten Etappe ausser Reichweite. Ich beendete das Rennen im Gruppeto. Drei Fahrer konnten sich trotz den misslichen Bedingungen vom Feld absetzen und beendeten die Etappe mit eineinhalb Minuten vor dem über 100 Fahrer zählenden Hauptfeld.

Durch eine forsche Gangart bedingt durch die Berg- und Sprintwertungen bildete sich auf der zweiten Etappe schon bald ein grosses Hauptfeld von 70 Fahrer. Der dritte Tag beinhaltete gleich zwei Etappen. Am Morgen ein Einzelzeitfahren über zwölf Kilometer und am Nachmittag eine zweite Halbetappe über 97 Kilometer. Im Zeitfahren wuchs ich trotz meiner Nachwehen des Sturzes in der ersten Etappe über mich hinaus und belegte den ausgezeichneten vierten Rang. Ich verlor auf den Sieger lediglich acht Sekunden und 2,9 Sek. auf einen Podestplatz. Dabei erkämpfte ich mir meine ersten 7 Weltcuppunkte.  Die Nachmittagsetappe, die auf einem Rundkurs in Roudnice ausgetragen wurde, endete mit einem Massensprint von über 70 Fahrer.

Der Start zur vierten Etappe erfolgte im Tschechischen Decin und endete nach 114 Kilometer im Deutschen Pirna. Es ist nicht alltäglich, dass die Junioren an einer Rundfahrt über eine verkehrsfreie Grenze fahren können. Den Organisatoren in Deutschland ist es sogar gelungen, während zwei Stunden einen Autobahnabschnitt zu sperren, damit der Rundkurs von Pirna absolviert werden konnte. Die vorletzte Etappe war mit 114 Kilometer zugleich die schwerste und längste dieser fünftägigen Rundfahrt. Bei strömenden Regen nahmen  wir jungen Athleten diese Etappe in Angriff. Bereits nach dem Start bildete sich eine Spitzengruppe, in der auch Silvan Dillier Unterschlupf fand. Der Vorsprung wuchs bis zu einer Minute und der erste Bergpreis passierte die Spitzengruppe geschlossen. Im Aufstieg zum zweiten Bergpreis machten Krol und ich Tempo. Dabei erfolgte der allgemeine Zusammenschluss und das Feld rollte gemeinsam nach Pirna. Auf den zwei Zusatzrunden in der Nähe von Dresden, bildete sich 25 Kilometer vor dem Ziel erneut eine fünfköpfige Spitzengruppe. Auch hier war Dillier aufmerksam und konnte mit dem entscheidenden Postabgang mitziehen. Das Quintett, bestehend aus Fabian Schaar (Deutschland), Pawel Borucki (Polen), Rasmus Guldhammer, Christopher Juul-Jensen (beide Festina-Dänemark) und Silvan Dillier vergrösserten den Vorsprung bis auf eine Minute. Im Finale bewies Dillier einen guten Renninstinkt. Der Pole Borucki versuchte als erster, auf der langen Zielgerade, den finalen Angriff zu starten. Die Festina-Fahrer, die zu zweit vertreten waren, reagierten mit Guldhammer. Dillier nahm das Hinterrad des Deutschen Schaar und beide liefen auf. In einem packenden Sprint behielt Dillier nach der Zielfilmauswertung die Oberhand.

Ein ständiges auf und ab verlangte am letzten Tag nochmals die volle Konzentration und den letzten Einsatz über 101 Kilometer. Zu Beginn der vier Runden wurde gleich ein forsches Tempo angeschlagen, dem viele Fahrer zum Opfer fielen. Beim ersten von vier Bergpreisen naqch 25 km war ich voll dabei und belegte den überraschenden 4. Rang und figuriere im Schlussklassement der Tour auf  Rang 16 des Classements Grimpeurs. Nach rund 30 Kilometer hatte Silvan Dillier, der zurzeit bestklassierte des Teams, eine heikle Situation zu meistern. Infolge eines Gabel-Defektes musste er das Fahrrad wechseln und verlor somit wertvolle Zeit. Dank der mannschaftsdienlichen Hilfe von mir  , gelang es uns, Sekunde um Sekunde gutzumachen. Nach gut zwanzig Kilometer konnte Dillier im Spitzenfeld wieder Anschluss finden und ich war ausgepumpt. Im Sprint des Feldes erreichte Dillier den achten Etappenrang und sicherte sich eine Klassierung in den Top-Ten des Gesamtklassements.

Mit dem neunten Schlussrang von Silvan Dillier und dem zweiten Rang im Klassement der Jungen, dem vierten Etappenrang im Zeitfahren von mir, sowie dem vierten Schlussrang in der Mannschaftswertung darf die GS Schumacher-Aeroflex-Harvia zufrieden sein. Die Rennfahrer konnten dabei internationale Luft schnuppern und einiges profitieren, was ihnen in den nächsten Rennen sicher zugute kommen wird.



Die Resultate:
1. Etappe                                                    2. Etappe
11. Krol Jan Martin                                11. Dillier Silvan
15. Dillier Silvan                                     31. Winter Nicolas
36. Winter Nicolas                                  50. Krol Jan Martin
96. Schweizer Markus                           64. Schweizer Markus
116. Imhof Claudio                                  91. Imhof Claudio

3.a) Etappe                                                 3.b) Etappe
04. Imhof Claudio                                    15. Krol Jan Martin
23. Uebersax Vincent                             17. Winter Nicolas
25. Krol Jan Martin                               26. Dillier Silvan
26. Schweizer Markus                          51. Schweizer Markus
46. Dillier Silvan                                    80. Imhof Claudio

81. Winter Nicolas                                 

4. Etappe                                                    5. Etappe
01. Dillier Silvan                                     08. Dillier Silvan
12. Imhof Claudio                                    27. Krol Jan Martin
31. Krol Jan Martin                                41. Winter Nicolas
66. Winter Nicolas                                  66. Schweizer Markus
89. Schweizer Markus                           76. Imhof Claudio

Gesamtklassement                                 Berner-Rundfahrt
09. Dillier Silvan                                     02. Andres Christian
17. Krol Jan Martin                                19. Schuler Remo
36. Winter Nicolas                                  22. Pahud Benjamin
41. Schweizer Markus                           32. Stricker Roman
76. Imhof Claudio


Silenen-Bristen
01. Krol Jan Martin
05. Schuler Remo
08. Pahud Benjamin

Start an der Friedensfahrt in Tschechien

Vom 08. bis 13. Mai startet die GS Schumacher-Aeroflex-Harvia an der zur Weltcupwertung zählenden Friedensfahrt in Tschechien.

Die Delegation:
Imhof Claudio
Krol Jan Martin
Dillier Silvan
Uebersax Vincent
Winter Nicolas
Schweizer Markus

Nach der Rückkehr von Tschechien reise ich zusammen mit Trainer Daniel Gisiger direkt weiter nach Paris. Ich werde dort ein Madisonweltcuprennen zusammen mit einem französischen Fahrer bestreiten.

Ich freue mich sehr auf diese beiden Grossanlässe und werde Euch nach meiner Rückkehr darüber berichten.

Frauenfeld, 06. Mai 2007

Für mein Heimrennen, das über eine Totaldistanz von 117km, insgesamt 6 Runden, führte, habe ich mir sehr viel vorgenommen. Mein Ziel war ganz klar der Sieg. Meine Beine fühlten sich gut an und ich war motiviert. So starteten wir bei wechselhaften Wetterbedingungen und etwa 15 Grad Celsius zu diesem Rennen. Schon von Anfang an wurde, vor allem von unserem Team GS Schumacher-Aeroflex-Harvia, mächtig aufs Gaspedal gedrückt. Schon nach zwei Kilometer attackierte ich das erste Mal, jedoch erfolglos. Als es dann das erste Mal in die Steigung in Richtung Bergpreis ging, war das Feld eine Einerkolonne. Etwa 300 Meter vor dem Bergpreis bekam ich nochmals einen Motivationsschub und fuhr eine weitere Attacke. Es konnten 2 Fahrer an meinem Hinterrad mitkommen. Etwa 2km nach dem Bergpreis kam dann das schon kleingewordene Feld wieder heran und die GS Schumacher machte wieder Tempo. In einer anschliessenden Gegensteigung vor einer kleinen Abfahrt griff ich erneut an. Diesmal konnte niemand mithalten und ich fuhr zu. Als ich eine anständige Lücke hatte, suchte ich sofort einen angemessenen Rythmus. Diesen zu finden war kein Problem, habe ich doch mit Daniel Gisiger eine Woche Verfolgung auf der Bahn trainiert. Ziemlich schnell konnte ich meinen Vorsprung auf eineinhalb Minuten ausbauen. In der zweiten Runde sahnte ich dann den Bergpreis, anfangs dritte Runde den Goldsprint, ab. Kurz vor der Steigung in der vierten Runde kam Teamkollege Krol - ebenfalls Zeitfahrspezialist wie ich - mit zwei anderen Fahrern von hinten herangerast. Ich schloss mich natürlich dieser Gruppe an, um mich etwas zu erholen. In der anschliessenden Steigung konnte ich mir sogar die zweite Bergpreiswertung sichern. Etwa eine halbe Runde später kam nochmals eine Gruppe nach vorne. Mit dabei waren nochmals vier Teamkollegen von mir. In der Abfahrt vor der letzten Runde stürzte mein Teamkollege Krol. Er rutschte elegant, mit erhobenen Beinen und Armen, auf seinem Allerwärtesten über die Strasse. Gute Besserung und schöne Fahrt mit dem Auto nach Tschechien an die Friedensfahrt=) . Bei der letzten Bergpassage versuchte ein Fahrer anzugreifen. Diesen holte ich jedoch ohne Probleme wieder zurück. So fuhren wir geschlossen auf den letzten Kilometer. Es wurden fast Stillstandsversuche ausgeübt. Etwa bei der 400 Meter Marke stach von hinten ein österreichischer Finisseur heraus. So schnell wie möglich versuchten wir ihn auf der Zielgerade noch abzufangen, was leider nicht gelang. Nach dem Ziel regte ich mich mit meinen Teamkollegen erst mal auf, denn wir waren zu fünft in der Spitzengruppe und gewinnen das Rennen nicht. So etwas darf einfach nicht passieren. Ich sehe es jetzt schon, wie uns das noch einige Zeit lang vorgehalten wird=).
Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, so sah ich auch, dass ich fit fürs Zeitfahren in Tschechien bin.

Die Resultate:
01.  Brändle Dominik, RV Schwalbe Rankweil AUT
02.  Dillier Silvan, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
03.  Imhof Claudio, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
04.  Litscher Thomas, Scott Allianz Suisse
06.  Andres Christian, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
07.  Stricker Roman, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
08.  Schweizer Markus, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
11.  Uebersax Vincent, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
12.  Krol Jan Martin, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
20.  Pahud Benjamin, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
26.  Schuler Remo, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
29.  Winter Nicolas, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia


Bergpreis:
01.  Imhof Claudio, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
02.  Litscher Thomas, Scott Allianz Suisse
03.  Luternauer Patrick, VC Pfaffnau-Pneuhaus Frank
04.  Krol Jan Martin, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia


Goldsprint:
01.  Imhof Claudio, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia


Rund um den Henninger Turm, 01. Mai 2007

Im wunderschönen Hotel Holiday Inn, wo auch alle Profiteams Unterschlupf fanden, konnten wir uns optimal auf den Klassiker Rund um den Henninger Turm vorbereiten.Bei idealen äusseren Bedingungen , sowie einer enorm grossen Zuschauerkulisse , starteten zweihundert Junioren zur 46. Auflage des preisträchtigen Klassikers in Frankfurt. Auf einem Rundkurs im Taunus, wo auch die Profis ihre Kilometer abspulten, mussten 107km zurückgelegt werden und am Ende wurden noch drei Runden um die Brauerei des Hauptsponsors als Dessert bewältigt. Im ersten Drittel des Rennens mussten die Bergpreise von Eppstein, Idstein und Glashütten erklommen werden. In den Aufstiegen, die von mehreren tausend Fans und Zuschauern gesäumt waren, splitterte sich das Feld in mehrere Gruppen auf. Es bildete sich eine Spitzengruppe mit sechs Mann. Mit dabei waren auch meine beiden Teamkollegen Vincent Uebersax und Silvan Dillier. Die Gruppe von Dillier und Uebersax harmonierte sehr gut. Hinten im Feld hielt ich mich mit meinen Teamkollegen an der Spitze auf und wir fuhren jedem Angriff nach, sodass kein einziger mehr vom Feld wegkam. Etwa 20km vor dem Ziel fuhr ich mit voller Kraft aus dem Feld hinaus und wollte solo zur Spitzengruppe, die etwa 1min 20 sek Vorsprung auf das Feld aufwies, aufschliessen. Nach etwa 5 km Flucht schluckte mich das Feld wieder. Das Team Sparkasse reihte hinten ein, weil sie nicht wollten, das noch ein dritter Schweizer an der Spitze des Rennens ist. Nun ging es ins Finale. Die drei  Runden um die Brauerei Henninger wurden mit horrendem Temppo in Angriff genommen. Ich hielt mich immer etwa in den ersten 10 Positionen des rasenden Feldes auf, um bei einer anfälligenr Attacke reagieren zu können und mich auch für einen möglichen Sprint in optimale Position zu bringen. Anfangs letzter Runde probierte Jan Martin Krol noch aus dem Feld herauszufahren. Er wurde jedoch wieder geschluckt. Währenddessen wurden auch drei deutsche Fahrer, die in der Spitzengruppe waren, eingeholt. Vorne also noch drei Fahrer, zwei der GS Schumacher. Auf dem letzten Kilometer konnte man die drei Spitzenfahrer sehen. Ich merkte, dass es sehr sehr knapp werden würde. Darum stellte ich mich voll auf einen Sprint ein, dass ich reagieren könnte, wenn meine beiden Teamkollegen noch eingeholt würden. Dillier kam durch und gewann den hochstehenden Klassiker, hinter ihm konnten sich der deutsche Fahrer und Teamkollege Vincent Uebersax noch ein paar Sekunden vor dem Feld ins Ziel retten. Zwei Fahrer der GS Schumacher auf dem Podest. Teamtaktik aufgegangen!!! In der letzten Kurve vor dem Ziel war ich in optimaler dritter Position. Mein Vordermann nahm jedoch zu viel Risiko und es schleuderte ihn in die Abschrankungen. Ich konnte nicht mehr ausweichen und fuhr in sein Rad. Ich stand still, musste wieder einen tretbaren Gang einlegen und dann den Sprint neu anfahren. Die anderen waren jedoch schon längst vorbei und ich konnte mich noch auf den 16. Rang retten.
Das ganze Team Schumacher brillierte bei diesem Rennen. Es wurde agressiv von ns gefahren und jeder war für jeden da. So sollte es immer sein !!!


Die Resultate:
1.   Dillier Silvan, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
2.   Gerling Igor, Quest-Ralph-Cycling-Team
3.   Uebersax Vincent, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

16. Imhof Claudio, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
20. Winter Nicolas, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
31. Schuler Remo, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
37. Krol Jan Martin, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
40. Andres Christian, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
68. Stricker Roman, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

DNF Markus Schweizer, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
DNF Totisz Daniel, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

Rund um die Rigi, Gersau, 29. April 2007

Morgens um 07:30 starteten die 80 Junioren zum Klassiker Rund um die Rigi. Zu absolvieren waren zwei Runden . In der zweiten Runde musste jedoch der 4km lange Anstieg zur Schwyzerhöchi erklummen werden. In der ersten Runde versuchte ich es mit einigen Attacken, die jedoch nichts fruchteten. In der zweiten Runde konnten sich dann 5 Fahrer absetzen. Mit Dillier, Uebersax und Schweizer waren gleich drei Fahrer von unserem Team dabei. Diese Gruppe harmonierte gut. Ich konnte mich wiedermal nicht vom Feld lösen, da ich gut bewacht wurde und jede Attacke von mir abgefangen wurde. In den Anstieg fuhr ich mit der Spitze des Verfolgerfeldes. Teamkollege Krol machte dort mächtig Tempo und es konnten nur noch vereinzelte Fahrer mithalten. Ich fiel ca. 150 Meter zurück, probierte dann aber mit einer waghalsigen Abfahrt wieder aufzuschliessen. Mit über 100km/h düste ich wieder in Richtung Gruppe Krol. Dann in einer Spitzkehre, wo man mit 90km/h heranbraust, bremste ich viel zu spät. Ich donnerte in die dort montierten Matrazen und sackte retour auf den Asphalt. Sofort stieg ich wieder aufs Rad. Während der restlichen Abfahrt musste ich die Bremsen mit den Händen, den Wechsel mit dem Fuss wieder richten und die richtige Uebersetzungfür die letzten flachen 5 km entlang des Vierwaldstättersee einlegen. In einer ca. 10köpfigen Verfolgergruppe kam ich dann auf die Zielgerade. Ich konnte mir mit dem Sieg im Sprint dieser Gruppe noch den 15. Rang sichern.
Mit diesem Resultat bin ich überhaupt nicht zufrieden und ich habe wieder einmal gemerkt, das zu viel Risiko nichts bringt.  Ganz vorne sicherte sich die GS Schumacher-Aeroflex-Harvia einen Dreifachsieg mit Dillier, Schweizer und Uebersax.

Ronde van Gelderland NED, 21.April 2007

Nach einwöchigem Aufenthalt in Holland startete mein Teamkollege Jan Martin Krol und ich zum Klassiker Ronde van Gelderland über 140km. Auf den ersten 60 km bewegten wir uns ziemlich im hintersten Teil des Feldes. Bevor  dann  die vier ruppigen Steigungen bevorstanden, fuhren wir zuvorderst  und  bestimmten das Tempo mit. Das Feld wurde   auseinandergerissen und es bildete sich eine 50 köpfige Spitzengruppe. Etwa 20km vor dem Ziel erlitt mein Teamkollege Krol einen Hinterraddefekt. Ich liess mich zurückfallen und fuhr, nachdem er den Defekt behoben hatte, zusammen mit ihm wieder in die Gruppe hinein. 7km vor dem Ziel konnten sich Krol und ich zusammen mit etwa 10 anderen Fahrern leicht absetzten, wurden jedoch einen Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. So kam es zum Massensprint. Ich konnte mich einigermassen gut positionieren, war jedoch schon 350 Meter vor der Ziellinie im Wind, was nicht sehr optimal war. Ich konnte mir dann noch den siebten Rang retten. Auf das Podest fehlte mir lediglich ein Meter. Jan Martin Krol klassierte sich auch weit vorne und wurde Neunzehnter.
Mit diesen Resultaten sind wir beide sehr zufrieden. Gewonnen wurde das Rennen von einem Belgier.

Paris-Roubaix, 15. April 2007

Um die Strecke des Klassikers Paris-Roubaix besichtigen zu können, reisten wir zwei Tage vor dem Rennen nach Nordfrankreich. Ein Teil der Strecke wurde mit dem Auto abgespult, die letzten 35km durften wir selber mit unseren zu pavétauglichen umgebauten Maschinen überrollen. Ich wusste schon ab dem ersten Meter Pavé, dass dies mein Buisness ist. Ich flog richtiggehend über das Kopfsteinpflaster. Als wir auch den Zieleinlauf im Velodrom von Roubaix besichtigt hatten, reisten wir in unser schönes Hotel, bekamen dort noch eine wohltuende Massage und gutes Essen, bevor wir schlafen gingen. Am grossen Tag erwachte ich voller Zuversicht und mit grosser Motivation. Ich konnte es kaum erwarten bis dann um halb zwölf der Startschuss fiel. Bis es auf das erste Pavéstück ging, waren zuerst 40km auf normalen Strassen zu absolvieren. Es war ein Riesengedrängel, denn jeder wollte in einer vorderen Position in das erste Pavéstück einbiegen. Teamkollege Krol und mir gelang dieses Unterfangen. Wir fuhren beide in den ersten 15 Positionen auf  den ersten Pavésektor 16 ein. Wir konnten uns bis Ende des vierten Pavésektors 13 ohne Probleme vorne halten, bis dann im Sektor 12 (bei unserem Hotel Le Manoir in Orchies) plötzlich die Luft aus meinem Schlauch des Hinterrads entwich. Ich hatte einen Plattfuss. Teamkollege Krol, der in diesem Moment auf gleicher Höhe fuhr, hatte etwa 2 Sekunden nach mir das gleiche Pech und fuhr auch auf den Felgen. Bis der Mannschaftswagen bei uns war, dauerte es sicher 5 Minuten. Mit grosser Anstrengung fuhren wir wieder an den Schwanz des Feldes. Als wir den Anschluss wieder geschaft hatten, knallte es wieder an meinem Vorderrad. Ich konnte es einfach nicht glauben. Schon wieder ein Plattfuss und ichfing vor Verzweiflung fast an zu weinen. Im gleichen Stile ging es weiter und ich musste nach dem vierten Plattfuss am Ende des Sektors 9 in den Besenwagen einsteigen, da ich einen  grösseren Rückstand als die erlaubten 5 Minuten auf die vor uns liegende Gruppe hatte. Am Ende des nächsten Sektors 8 warteten mein Vater und Vater Krol vergebens auf ihre Filiusse mit weiteren Laufrädern. Stattdessen sahen sie das Velo von Krol mit der Nr. 41 auf einem Transporter. Für meine beiden Kollegen Krol und Fiaux war das Rennen auch schon 40km vor dem Ziel vorbei und wir fuhren gemeinsam mit dem Besenwagen ins Ziel nach Roubaix. Die anderen drei Schweizer, Uebersax, Jacot-Descombes und Albasini erreichten das Ziel auf den Rängen 32, 33 und 92 von 100 ankommenden Fahrern und einem Rückstand zwischen 6Min.25Sek. und 19 Minuten.
Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr in der "Hölle des Nordens"ein wenig mehr Glück als Pech habe!

Bahnomnium Lausanne, 12. April 2007

Nach gutem Essen und optimaler Erholung von den Reisestrapazen bei Doris Turin startete ich zusammen mit Teamkollege Krol zu einem Omnium auf der Pontaise in Lausanne. Für Krol war dies übrigens erst das zweite Bahnrennen. Als erstes stand ein Scratch-Race auf dem Programm, welches ich souverän gewann. Anschliessend kam es zur Premiere des Dill-Bundi Verfolgungscups. Wer Ende Saison die schnellste Zeit hat, ist der Champion. Ich musste gegen einen französischen U23-Fahrer antreten. Ich wandte auf der schwierigen Piste die Technik an, welche ich mit Daniel Gisiger zuvor in Hyères bis ins Detail trainiert habe und war schnell. Mit 3Min. 45Sek. auf der alten Lausanner "Panzerpiste" war ich eine Sekunde schneller als der um zwei Jahre ältere Verfolgungsspezialist Dominique Stark. Die beiden anderen Mitstreiter kamen nicht unter 4min. Somit bin ich Leader dieses neu ins Leben gerufenen Dill-Bundi Cup's. Ich war immer noch ausser Atem, als zum nächstem Rennen, einem Ausscheidungsfahren, gestartet wurde. Dieses konnte ich auch für mich entscheiden. Im folgenden Punktefahren wurde ich sehr müde. Darum gab ich das Zepter Teamkollege Krol in die Hand und fuhr für ihn. Er konnte ganze zwei Rundengewinne herausfahren und gewann somit das Punktefahren. Im abschliessenden Handicap-Rennen startete Krol zuhinterst, ich als Zweithinterster. Wir überrollten das ganze Feld. In der letzten Runde konnte Krol noch an mir vorbeiziehen. Somit gewann er das Gesamtklassement des Abends mit einem Rangpunkt vor mir.

Trainingslager Hyères FRA

Zusammen mit Nationaltrainer Daniel Gisiger, Teamkollege Jan Martin Krol, Alexandre Pliuschin, Kilian Moser, Andrea Wolfer und Monia Turin fuhr ich für eine Woche nach Hyères, ein schönes Städchen an der Mittelmeerküste in Südfrankreich, um dort auf der offenen 250m Holzbahn zu trainieren. Ich feilte vor allem an der Technik der Einzelverfolgung, da mein Ziel eine Medaille an den Europameisterschaften ist. Nebenbei trainierten wir auch Mannschaftsverfolgung und Madison. An einem Abend fuhren wir ein Omnium auf dieser Bahn. In der Kategorie U23 konnte ich mich in allen drei Rennen immer vorne behaupten und wurde im Gesamtklassement des Abends guter Vierter. Nach dieser Woche in Hyères, die sehr schnell vergangen ist, reisten wir alle zusammen wieder zurück in die Schweiz. Jan Martin Krol und ich gingen dann direkt zu Doris Turin, unserer gastfreundlichen Pflegemutter im Welschland, denn am Tag danach wollten wir in Lausanne ein Bahnomnium bestreiten und dann via Pratteln (Treffpunkt Nationalmannschaft) direkt an den Klassiker Paris-Roubaix reisen.

Fully, 01. April 2007

Der Startschuss zum 102 Kilometer langen Rennen (zwei lange Runden, eine verkürzte Runde) fiel um 07.40 Uhr im eisig kalten Schatten des Unterwallis. Es gab schon von Anfang an viele unnötige Stürze, bei denen zum Glück kein Fahrer von unserem Team betroffen waren. Es wurde bis zur ersten Überwindung des Bergpreises ziemlich gebummelt und man liess die drei Ausreisser, die sich lösen konnten, vorerst einmal fahren. Am Ende der ersten Runde, als die drei Ausreisser wieder gestellt wurden, konnten sich gleich wieder sechs andere Fahrer vom Feld lösen. Von unserem Team war jedoch kein einziger Fahrer mit dabei, desshalb reihte fast die ganze Mannschaft ein und es wurde mächtig auf das Gaspedal gedrückt, bis auch diese Ausreisser nach etwa 20 Kilometer wieder gestellt wurden. Anfangs dritte Runde kam dann eine Attacke von Jan Martin Krol und mir. Wir rissen ein Loch von zirka 50 Meter auf. Ich war jedoch von den vielen Attacken, die ich fuhr und selber abblocken musste, in diesem Moment nicht sehr spritzig und liess meinen Teamkollegen Krol fahren. Zu meiner Überraschung fuhr ihm niemand, bis auf den Tessiner Cambianica, der zu Krol aufschliessen konnte, nach. Nach einiger Zeit stach Teamkollege Uebersax wie eine Rakete aus dem Feld und fuhr alleine zu den zwei Spitzenfahrern. Der Vorsprung der Spitzengruppe wuchs stetig an und meine Teamkollegen konnten den Tessiner bei der letzten Überwindung des Bergpreises stehen lassen. So waren jetzt zwei Fahrer der GS Schumacher-Aeroflex-Harvia alleine an der Spitze des Rennens. Hinten im Feld konnten sich bis drei Kilometer vor dem Ziel nochmals drei Fahrer lösen, denen wiedereinmal niemand nachfuhr. Ich sah keine Hoffnung mehr auf eine Flucht und konzentrierte mich auf den Sprint. Mit Bahnfahrermanier fuhr ich durch das ganze Feld und war dann etwa 300m vor der Ziellinie in optimaler Position. Ich holte nochmals alles aus mir heraus und gewann den Sprint des 29köpfigen Feldes souverän und platzierte mich auf dem siebten Rang. Dabei holte ich bis auf zehn Meter fast noch einen Ausreisser vom VC Lancy ein. Vorne in der zweiköpfigen Spitzengruppe erkämpfte sich Vincent Uebersax vor Jan Martin Krol seinen ersten Sieg in der Kategorie Junioren.
Doppelsieg für GS Schumacher-Aeroflex-Harvia! Mit meiner persönlichen Leistung kann ich zufrieden sein, machte ich doch viel für das Team, fuhr Attacken und gewann den Sprint des Feldes.

Die Resultate:
1.   Vincent Uebersax, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
2.   Jan Martin Krol, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
3.   Enea Cambianica, VC Lugano

7.   Claudio Imhof, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
15. Nicolas Winter, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
17. Remo Schuler, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
18. Silvan Dillier, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
24. Roman Stricker, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
25. Christian Andres, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
DNF Daniel Totisz, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
DNF Markus Schweizer, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

Bussigny, 31. März 2007

Bei strahlendem Sonnenschein aber trotzdem etwas kühlen Temperaturen wurde um 13.10 Uhr der Start freigegeben. Es waren drei sehr coupierte Runden zu absolvieren, was ein Streckentotal von insgesamt 95km ergab. Es wurde von Anfang an sehr attraktiv gefahren und es gab zahlreiche Attacken, die jedoch noch nichts fruchteten. Zweimal konnte ich mit einem Teamkollegen ausreissen, wurden jedoch beide Male ziemlich rasch wieder gestellt. Gegen Ende der ersten Runde konnten sich acht Fahrer vom Feld lösen und fuhren ziemlich schnell einen entscheidenen Vorsprung heraus. Mit dabei waren auch meine Teamkollegen Dillier, Schweizer und Krol. In der zweiten Runde konnten noch weitere sieben Fahrer vom Feld lösen und fuhren zu. Ich war langsam am verzweifeln, denn ich versuchte die ganze Zeit aus dem Feld zu flüchten, jedoch fuhren mir immer alle nach, vorallem die, die überhaupt nichts zur Führungsarbeit oder sonstigem beitragten. Andere Fahrer liess man einfach so fahren. Mitte der dritten Runde hatte sich dann eine Riesenwut in mir aufgebaut und ich fuhr auf einem schmalen Landweg mit aller Wucht vom Feld davon, wie Canccellara letztes Jahr bei Paris-Roubaix. Nach einiger Zeit holte ich noch einen französischen Fahrer ein, mit dem ich dann bis zum Schlussanstieg zusammen fuhr. Dort stampfte ich nochmals mit der letzten Krapft in meine Pedalen und liess den Franzosen auch noch stehen. So fuhr ich als Sechzehnter etwas enttäuscht über die Ziellinie, freute mich aber trotzdem über den zweiten Rang von Teamkollege Silvan Dillier, der sich knapp vom Franzosen Nicolas Boisson geschlagen geben musste. Ich selber probierte dieses Rennen so schnell wie möglich zu vergessen um vorwärts zu schauen.

Die Resultate:
1.   Nicolas Boisson, Amicale Cycliste Bisontine
2  . Silvan Dillier, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
3.   Joël Pralong, ASPTT Mulhouse

4.   Markus Schweizer, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
8.   Jan Martin Krol, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
9.   Daniel Totisz, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
12. Remo Schuler, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
16. Claudio Imhof, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
19. Roman Stricker, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
22. Vincent Uebersax, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
36. Nicolas Winter, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia
47. Christian Andres, GS Schumacher-Aeroflex-Harvia

Bahnomnium Aigle, 29. März 2007

Als Training bestritt ich das Bahnomnium, das in den Disziplinen Scratch, 2er-Verfolgung, Eliminatoire und Punktefahren ausgetragen wurde. Es lief mir nicht besonders gut, konnte jedoch trotz den nicht so gut drehenden Beinen mit zwei Siegen (2er-Verfolgung und Punktefahren) das Gesamtklassement des Omniums für mich entscheiden.

GP de la Courtine, 25. März 2007

Bei eisigen 3 Grad Celsius erfolgte der Startschuss zum GP de la Courtine, im verschneiten Val Terbi bei Delémont. Die 10km lange, coupierte Strecke war sieben Mal zu bewältigen, was einem Streckentotal von nur 70km ergab. Ein relativ kurzes Rennen. In der ersten Runde bildete sich schon die erste Fluchtgruppe, mit ca. fünf Fahrern. Diese vergrösserte ihren Vorsprung stetig bis 35 Sekunden. Da im Feld nicht sehr viel geschah, entschloss ich mich alleine zur Spitzengruppe aufzuschliessen. Dieses Unterfangen war mir sehr gut gelungen und ich war nach etwa 3km Leidensfahrt auch in der Spitzengruppe vorne, wo wir von unserem Team jetzt zu zweit waren. Die Spitzengruppe harmonierte jedoch nicht so perfekt und es konnten nach einiger Zeit fünf Fahrer, die in der Zwischenzeit ebenfalls aus dem Feld geflohen waren, zu uns aufschliessen. Jetzt war die Gruppe ziemlich gross geworden und es folgten jenstige Angriffe vom Französischen Team Comité cycliste du Doubs, das mit fünf Fahrern vorne vertreten war. Teamkollege Schweizer verlor den Kontakt der Spitzengruppe und wir waren von der GS Schumacher-Aeroflex-Harvia nur noch zu dritt (Jan Martin Krol, Roman Stricker, Claudio Imhof), um die französischen Attacken abzublocken. Eineinhalb Runden vor dem Ziel setzte sich ein Franzose ab und fuhr immer etwa 300 Meter vor uns. Krol und ich waren wegen unserer Attackenabblockarbeit langsam auf dem Zahnfleisch und hatten Mühe, um nachzufahren. Die anderen Franzosen fuhren logischerweise ihrem Teamkollegen nicht hinterher, so dass die Nachführarbeit einzig und allein uns zugeschrieben wurde. Jan Krol probierte es dann in der letzten Steigung nochmals mit einem Angriff, der jedoch nichts fruchtete. Der Vorsprung des Spitzenfahrers war wieder fast auf Null geschrumpft und unter Führungsarbeit von Krol, Stricker (investierte seine letzten Kräfte für das Team! Danke!) und mir konnten wir ca. zwei Kilometer vor dem Ziel wieder aufschliessen. Es wurde dann wieder sehr hektisch und praktisch alle probierten es nochmals mit einer Attacke, jedoch erfolglos. So kam es zum Sprint in der zehnköpfigen Spitzengruppe, in der ich etwa 300 Meter vor der Ziellinie ziemlich am Schluss war. Im richtigen Moment machte ich mir mit meinen Ellenbogen eine Lücke auf und trat an, so dass keiner mehr folgen konnte. Mit etwa 10 Meter Vorsprung und erhobenen Armen konnte ich meinen ersten Sieg als Junior U19 einfahren.
Mit der Teamleistung kann man ein bisschen besser zufrieden sein als in Mendrisio, jedoch klappte es nur in der Spitzengruppe Als ich noch im Feld hinten war, herrschte noch ein ziemliches Chaos.

Die Resultate:
1.   Imhof Claudio                    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                     1:48:56
2.   Welter Thomas                 VCS Altkirch (FRA)                                                st.t
3.   Midey Valentin                  Comité cycliste du Doubs (FRA)                            st.t
4.   Boisson Nicolas                Comité cycliste du Doubs (FRA)                            st.t
5.   Krol Jan Martin                GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                         st.t

11. Stricker Roman                GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                         00:49
12. Schweizer Markus           GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                         04:50
15. Totisz Daniel                      GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                        06:19
17. Uebersax Vincent              GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                        06:19
20. Schuler Remo                    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                        06:19
24. Winter Nicolas                  GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                        06:19
29. Dillier Silvan                      GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                       06:22

Am kommenden Donnerstag werde ich nach Aigle reisen, um dort Bahnrennen zu bestreiten. Am Freitag trainiere ich auf der Bahn noch ein bisschen Verfolgung, bevor dann am Samstag und Sonntag die Klassiker in Bussigny und Fully folgen.

Giro del Mendrisiotto, 18. März 2007

Mit angespanntem Gefühl ging ich an den Start des ersten richtigen Rennens der Saison 2007. Auf uns wartete eine 90km lange, sehr coupierte Strecke. Zu absolvieren waren insgesamt 7 Runden. In der Anfangsrunde waren einige Fahrer sehr nervös veranlagt und es kam zu einigen unnötigen Stürzen, von denen ich zum Glück verschont wurde. Bei der ersten Überquerung des Bergpreises folgte die erste Attacke des Tages. Der Liechtensteier Daniel Rinner machte sich auf die Socken, jedoch fuhr niemand hinterher und es wurde weiterhin nicht übermässig schnell gefahren. In der dritten Runde dann, leider von mir nicht gesehen, konnten weitere fünf Fahrer aus dem Feld flüchten. Als ich dann von Teamkollege Krol über die Ausreisser, die ich nicht gesehen hatte, Bescheid bekam, beschlossen wir das ganze Team für die Verfolgung einzureihen. Das klappte aber aus von mir unbekannten Gründen nicht so richtig, wahrscheinlich weil wir Fahrer erst das erste Rennen zusammen in dieser Besetzung bestritten. Ebenfalls wurde die Nachführarbeit von einem guten italienischen Team gestört, weil diese mit einem Fahrer in der Spitzengruppe vertreten waren. Nach der vierten Runde gab ich dann jegliche Hoffnungen, mit dem Feld nochmals an die Spitze zu kommen, auf. Deshalb griff ich am Berg mit voller Kraft an und riss eine recht grosse Lücke zum Feld auf. Der einzige, der mithalten konnte, war Teamkollege Silvan Dillier, mit dem ich mich auch vom letzten Jahr her sehr gut verstehe. So konnten wir im Stile eines Paarzeitfahrens den Vorsprung auf das Feld stetig vergrössern. In der letzten Runde holten wir noch einen slowenischen Fahrer ein, der sich dann jedoch nicht gross an der Führungsarbeit beteiligte. Vorne in der Spitzengruppe hatte sich inzwischen auch etwas getan. Der Österreicher Matthias Brändle vom Pro Cycle Team konnte sich von der Spitzengruppe lösen und fuhr einem Solosieg entgegen. Dillier, der slowene Kumar und ich hatten jedoch keine Chance mehr, die anderen vier Ausreisser zu stellen. So sicherte ich mir dann den fünften Platz souverän im Sprint vor Kumar und Dillier. Teamkollege Jan Martin Krol hatte wie ich nach dem Rennen von ihm erfuhr, grosses Pech, denn seine Kassette spielte im Aufstieg verrückt. Um den Defekt zu beheben musste er über zwei Minuten auf einen Materialwagen warten und konnte erst dann seine Fahrt fortsetzen.
Mit meiner Leistung im ersten Juniorenrennen bin ich eigentlich zufrieden, taktisch wäre jedoch viel mehr dringelegen... Nun freue ich mich auf das nächste Rennen und versuche es dann taktisch besser zu machen.

Die Resultate:
1.    Matthias Brändle              Pro Cycle Team                                         02:14:03                                   
2.    Alessandro Rebecci         GS Biassono                                                      00:49
3.    Gil Jacot-Descombes       VC Lugano                                                         01:05
4.    Daniel Rinner                   RV Mauren                                                            st.t
5.    Claudio Imhof                    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                 02:03
6.    Matias Kumar                   Hit Gorcia                                                              st.t
7.    Silvan Dillier                    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                     st.t
8.    Urban Jerkic                     Hit Gorcia                                                          02:29
9.    Andrea Fusi                       GS Biassono                                                         st.t
10.  Mattia Trombin                 GS Biassono                                                         st.t

12.  Daniel Totisz                     GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                    st.t
18.  Markus Schweizer           GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                    st.t
25.  Roman Stricker                GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                    st.t
26.  Remo Schuler                    GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                    st.t
35.  Nicolas Winter                  GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                    st.t
42.  Vincent Uebersax              GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                    st.t
DNF Jan Martin Krol               GS Schumacher-Aeroflex-Harvia                 defekt

Training Einzelverfolgung und
Mannschaftsverfolgung, 09. - 11. März 2007,
CMC Aigle

Mit meinem Teamkollegen Jan Martin Krol reiste ich nach Aigle, um dort Team- und Einzelverfolgung zu trainieren. Am Freitagnachmittag machte ich ein paar technische Übungen in der Einzelverfolgung, währenddessen Teamkollege Krol gerade seine ersten Bahnversuche machte. Bei der Einzelverfolgung ging es erst einmal darum,  ein gutes Gefühl zum Einteilen zu bekommen, denn man kann nicht 3km total am Limit fahren. Mein Kollege Krol hatte das Bahnfahren mitlerweile schon voll drin. Respect!=) Nach dem 2.5 stündigen Training mit Daniel Gisiger gingen wir in unsere Unterkunft, zu Tristan Marguet nach Daviaz. Dort werde ich immer gut bemuttert. Danke! Ab Samstagmorgen war dann der offizielle Kaderzusammenzug der Bahnnationalmannschaft. Trainiert wurde vorallem an der Technik für die Mannschaftsverfolgung. Auch noch trainierten wir Madison, für die die es noch nicht viel oder gar nie gemacht haben. Wir Einzelverfolger, Dominique Stark und ich, machten zwischendurch immer wieder kleinere Tests über 1200m. Am Sonntag stand das Training wieder im Zeichen der Mannschaftsverfolgung. Dank des grossen Kaders drehten zum Teil bis 5 4er-Mannschaften ihre Runden. Am Nachmittag hatten Dominique Stark, Kilian Moser und ich noch einen kleinen Leistungstest über 2400m in der Einzelverfolgung. Ich fand schnell meinen Rythmus und war im Endeffekt über 2 Sekunden schneller als meine beiden Verfolgungskollegen. Meine Form scheint nicht schlecht zu stimmen.. Zum Schluss des Trainingsweekends wurde nochmals Madison trainiert.Es schaute schon besser aus als am Tag zuvor, als noch ein richtiges Ghetto herrschte.
Nun freue ich mich auf das erste Strassenrennen der Saison 2007, in der ich mir viel vorgenommen habe.

Trainingslager mit der Schweizer
Nationalmannschaft Strasse
vom 24. Februar - 04. März 2007 in Giverola (ESP)

Mit einem Car der Reisegesellschaft Car Rouge reisten wir am Freitag 24. Februar ins spanische Giverola. Wie schon im letzten Jahr hausten wir im wunderschönen Clubhotel Giverola, wo immer drei Fahrer zusammen einen Bungalow bewohnten. Ich teilte ihn mit Jan Martin Krol und Philipp Reber. Trainiert wurde sehr viel von Samstag bis Dienstag machten wir jeden Tag 4.5 Stunden oder mehr. Es wurde ziehmlich viel im Ausdauerbereich gefahren, in den Steîgungen drückten wir jedoch tüchtig aufs Gaspedal. Am Mittwoch legten wir dann unseren Ruhetag ein, wo wir mit Trainer Marcello Albasini locker ins nächste Städchen fuhren, um dort in einem Strandcafe etwas zu trinken. Am Nachmittag schaute ich mir mit Jan Martin Krol das kleine Städchen Tossa de Mar an. Donnerstag und Freitag wurde dann wieder mächtig Rad gefahren. Am Freitag hatten wir sozusagen unsere Königsetappe, die über jenste Pässe und fast 200km führte. Am letzten Tag wurde dann noch ein einstündiges Nüchterntraining vor dem Morgenessen eingelegt. Nach dem Essen war dann packen angesagt, bevor wir nochmal ein Stündchen aufs Rad gingen, mit dem Ziel Tossa de Mar, wo sichs Krol, Gianetti, Reber und ich in einem Strandbeizli gemütlich machten. Am Abend hiess es dann Abschied nehmen vom wunderschönen Giverola und retour in die Schweiz. Das Wetter war die ganze Woche sehr toll und warm, sodass man schon etwas braune Beine bekam=)

Piton-Cup, Brütten ZH 10.02.2007

Als Training und Formtest fuhr ich den Piton-Cup in Brütten. In der zweiten von insgesamt 12 Runden bei stürmischem Wetter konnte ich mich mit zwei Mitkonkurrenten absezten. Der Vorsprung auf das Feld wurde dank unserer guten Zusammenarbeit stets grösser und betrug vor der letzten Runde mehr als zwei Minuten. Etwa 300m vor dem Ziel zog ich dann den Sprint an und konnte ihn souverän durchziehen. Zweiter wurde Marcel Weber, der Deutsche aus dem Rothaus U23 Team, dritter Daniel Rinner.